02. Mai 2008
Persönliches Wissensmanagement: Einführung und Denkanstöße (PDF 63 KB)
Vortrag von Gabi Reinmann an der AutoUni in Ingolstadt. Sie behandelt Fragen zu Wissen und Wissensmanagement erst theoretisch. Wie persönliches Wissensmanagement täglich aussehen kann, beschreibt sie kurz im Einstieg und anschliessend exemplarisch anhand eines Wissensarbeiters, des Lehrers Herrn Rau mit seinem Blog Lehrerzimmer.
In seinem Lehrerzimmerblog sammelt und kommentiert er Bücher, Comics, Bilder, Audios und Spiele. Er beschreibt neue Methoden und Materialien, die er in seinem Unterricht einsetzt oder ausprobieren will. Herr Rau berichtet in seinem Blog vom eigenen Unterricht, von Aktivitäten in der Schule, reflektiert darüber und kommt auch ins Gespräch: mit Kollegen, bisweilen auch mit Schülern und anderen interessierten Lehrerzimmerblog-Lesern.
Sie zeigt Beispiele aus dem Blog und bündelt seine Aktivitäten (im Konjunktiv) in:
- Informationsmanagement
- Beziehungsmanagement
- Identitätsmanagement
Lehrerblogs wie das von Herrn Rau sind ein Beispiel für öffentlich sichtbares persönliches Wissensmanagement einer vergessenen Spezies von Wissensarbeitenden. In einem ersten Anlauf könnte man persönliches Wissensmanagement als die Summe von Informations-, Beziehungs- und Identitätsmanagement beschreiben.
Anschliessend beantwortet sie die Frage - welche Modellvorstellung steckt hinter dem Beispiel und wie lässt sie sich transferieren - indem sie ein Modell vorstellt (im realen Vortrag anscheinend abgebildet - fehlt jedoch im PDF. Es fehlen auch die Quellen). Sie stellt die Person ins Zentrum, dazu ihre Wissensumwelt (Personen oder Wissensträger, Wissensobjekte) und die Aktivität der Person in Interaktion mit der Wissensumwelt. Weiter geht es mit kognitiven, metakognitiven und emotional-motivationalen Basisprinzipien.
Wer braucht persönliches Wissensmanagement und was ist der Nutzen - hier verweilt Gabi Reinmann wieder bei den Knowledge Bloggern:
Blogs als Wissenswerkzeug par excellence und ein Garten für den Geist
und viele Besonderheiten von Blogs und Knowledge Bloggern. Hier macht sie auch einen Unterschied deutlich: Knowledge Blogger geben ihre Identität eher preis als andere Blogger.
lernundenter: Der Vortrag vermittelt theoretische Grundlagen und stellt den (Knowledge) Blog bildhaft als sehr geeignetes Instrument zum persönlichen Wissensmanagement vor. Diese Meinung teilen wir natürlich und empfehlen Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, den Beitrag und die angegebenen Knowledge Blogs.