Suizid im Alter

Suizid im Alter (.mp3)

Herbst 

Wenn ältere Menschen nicht mehr leben wollen. Immer mehr ältere Menschen in Deutschland scheiden freiwillig aus dem Leben. Nach jüngsten Statistiken tötet sich alle zwei Stunden ein Mensch über 60 Jahren selbst. Viele wählen dabei rigide Methoden, die keinen Weg zurück ins Leben zulassen. Sie haben sich fest für den Suizid entschieden - weil Einsamkeit und Trauer zu groß sind oder die Angst vor Siechtum und Abhängigkeit über den Lebenswillen siegt. Psychologen und Mediziner erforschen jetzt die Motive der Älteren und entwickeln Ansätze für die Prävention.

Podcast des SWR2-Radio. Es sprechen Betroffene, Psychotherapeuten, Pflegende. Betont wird die Wichtigkeit, dass sich Mitarbeitende in Institutionen mit dem Tod auseinandersetzen.

lernundenter: eine informative Sendung, abwechslungsreich durch die verschiedenen Interviewstimmen. Sehr schön sind die kurzen Auszüge aus dem Buch von André Gorz ‹Brief an D› (Leseempfehlung) . Er und seine Frau begingen 2007 gemeinsam Suizid.

Durch den Podcast sind wir auf das Hamburger Therapiezentrum für Suizidgefährdete aufmerksam geworden. Dort finden Betroffene und Angehörige direkte Ansprechpersonen, lokale Adressen und OnlineInformationen zum Thema Suizid. Unter ‹Information› gibt es Baustellen respektive leere Seiten.

Daten und Fakten zu Suizid in Deutschland und international sind interessant. Wir empfehlen die weiterführenden Links mit Download und Broschüren. Einige Beispiele:

Podcast: Arztgeheimnis in der Psychiatrie

Arztgeheimnis in der Psychiatrie

Podcast "Doppelpunkt" von Radio DRS, 1:35:33 auf dem Podcast-Verzeichnis "podcast.at". Die Sendung ist auf schweizerdeutsch.

Nur wenn der Patient es will, darf der Arzt mit den Angehörigen über die psychische Erkrankung sprechen. Oft beginnt für diese ein Rätseln: Was genau hat er oder sie? Wie kann ich helfen? Für Eltern und Partner ist dies eine schwierige Situation, zumal sie eine wichtige Rolle im Genesungsprozess des Patienten übernehmen müssen. Der behandelnde Arzt steht immer unter Schweigepflicht und darf, falls der volljährige Patient es so will, nichts über dessen Krankheit preisgeben. Wo und wann macht das Arztgeheimnis in der Psychiatrie Sinn? Eine Diskussion mit Betroffenen, Fachleuten und Hörern.

lernundenter: Das Gespräch beginnt mit Erfahrungen von Angehörigen einer akut psychisch erkrankten jungen Frau. Einige Themen: Wichtigkeit verständlicher und genügender Information, Wichtigkeit der Gesprächsführung allgemein und der sorgfältige Umgang mit Diagnosen. Sichtbar werden die unterschiedlichen Bedürfnisse verschiedener Gruppierungen an Information: Klinik, Selbsthilfegruppen, Konflikte in der Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den verschiedenen Gruppen.

Die Diskussion nach Fragen von Zuhörerinnen und Zuhörer zeigt am Schluss noch weitere Aspekte wie Datenschutz, gläserner Patient, Umgang der Versicherungen mit Daten der Patientinnen und Patienten. Eine empfehlenswerte Hörstunde.

Weitere Schlüsselwörter: Psychose, Urteilsfähigkeit, Beziehung, Kommunikation, Gesprächsführung, Stigmatisierung, Trialog, Selbsthilfegruppen, Entlassungsplanung, gläserner Patient, Podcast.

MuSeele

MuSeele e.V

Geschichte der Psychiatrie & Psychiatriegeschichten im Christophsbad, Göppingen, Deutschland. Das Anliegen des Museums ist es

möglichst viele Aspekte kritisch der Öffentlichkeit näher zu bringen: Hemmschwellen und Vorurteile wollen wir abbauen, ohne die auch heute noch bestehenden Probleme zu beschönigen. Bei der Darstellung sind uns vier Konzepte wichtig. Durch die sachgerechte Information kann sich der Besucher ein eigenes Urteil bilden. Eine provokative Form lädt ein zum Nachfragen, zum Nachdenken und zum Gespräch. Die Besucher können sich interaktiv auf die Themen und Exponate einlassen. Die Themen werden multimedial präsentiert, d.h., alle Sinne sind beteiligt und gefordert.

 

MuSeele

lernundenter: Die Website allein lässt nicht auf die Qualität der Ausstellung schliessen. Besonders interessant sind jedoch die z.T. sehr speziellen Links zu Museen: Geschichte der Psychiatrie, Outsiderkunst und Verschiedene Museen.

Bildquelle: Flyer zur Ausstellung 

 

Zeitschrift für Pflegewissenschaft und psychische Gesundheit

Logo PpG

Bisher fehlte im deutschsprachigen Raum eine spezifisch auf pflegerische Aspekte psychischer Gesundheit und psychiatrische Pflege ausgerichtete wissenschaftliche Zeitung. Dieser Mangel soll mit der neuen ‹Zeitschrift für Pflegewissenschaften und psychische Gesundheit (PpG)› behoben werden. Aus diesem Grunde beschlossen die Herausgeber C. Abderhalden, I. Needham, S. Schoppmann, M. Schulz, ein entsprechendes Angebot zu schaffen:

PpG - Zeitschrift für Pflegewissenschaft und psychische Gesundheit

PpG ist eine frei zugängliche Online-Zeitschrift mit 2 – 4 Ausgaben pro Jahr. Die Kosten der Herausgabe werden durch freiwillige Abobeiträge und Spenden gedeckt werden. Ein Peer-Review-Verfahren und die Begleitung und Evaluation durch einen Beirat sichert die wissenschaftliche Qualität der Beiträge. Die Aufnahme in die Datenbanken MedLine und CINAHL wird nach dem Vorliegen des ersten Jahrgangs beantragt. In der Zeitschrift werden primär pflegewissenschaftliche Studien, Artikel zur Forschungsmethodologie sowie theoretische pflegewissenschaftliche Texte zu psychischer Gesundheit und Krankheit und zur Pflege in der Psychiatrie und darauf bezogene Diskussionsbeiträge veröffentlicht. Wissenschaftliche Artikel werden in Deutsch oder Englisch veröffentlicht, umfassen aber immer ein deutsches und ein englisches Abstract.

Die Zeitschrift ist daneben das Publikationsorgan für Mitteilungen der Schweizer Akademischen Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege, des Schweizer Netzwerks Pflegeforschung in der Psychiatrie und des Deutschen Netzwerks Psychiatrische Pflegewissenschaft.

lernundenter: Für den Zugang zu den Informationen müssen Sie sich kurz registrieren. Anschliessend können Sie regelmässig die neuesten Artikel und / oder Beiträge abrufen.

Stimmen - hören oder weghören?

Auf Anfrage kündigen wir gerne den 6. Kongress des Netzwerks Stimmenhören e.V. an:

Stimmen - hören oder weghören?

Logo Netzwerk Stimmenhören

Das Thema soll StimmenhörerInnen, deren Angehörige, im psychosozialen Bereich Tätige und alle Interessierte dazu anregen, sich auszutauschen und die verschiedenen Möglichkeiten im Umgang mit Stimmen oder mit Stimmen hörenden Menschen kennen zu lernen und zu diskutieren.

Unter anderem wird Prof. Dr. Marius Romme in einem Vortrag darüber berichten, wie Stimmen hörende Menschen gelernt haben, sich erfolgreich mit ihren Stimmen auseinander zu setzen. Aufgrund seiner Forschungen kommt er zu dem Ergebnis, dass Hinhören sinnvoll ist. Oft ist das Problem nicht die Tatsache, Stimmen zu hören, sondern die Unfähigkeit, mit den Stimmen und deren Inhalten umzugehen.

  • Datum und Ort: 19. und 20. Oktober 2007 im Rathaus Berlin-Neukölln

Pflegediagnosen in der Psychiatrie

Ein Leser von lernundenter schickt uns einen wichtigen Link zum Thema ‹Pflegediagnosen in der Psychiatrie›:

RIPS Rheinisches Institut für Fort- und Weiterbildung in der Psychiatrie

stellt unter ‹Teilnehmerservice Materialien› Downloads in verschiedenen Dateiformen (MS Word, PowerPoint, PDF, Bildmaterial, Excel) zur Verfügung. Zu Pflegediagnosen gibt es ein Schulungsmanuel mit PPT-Präsentationen, Arbeitsblätter, ein Fallbeispiel mit Pflegeplanung, häufige Pflegediagnosen in der psychiatrischen Praxis und ein Referat von Chris Abderhalden als PPT-Präsentation.

Neben Pflegediagnosen gibt es zu anderen Themen der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenpsychiatrie zahlreiche Materialien zum Download.

Sehr zu empfehlen !

«s'Gälbe Wägeli»

«s'Gälbe Wägeli»

Diplomarbeit von Naomi Petcher, Fachhochschul-Absolventin des Hyperwerks Basel

«s’gälbe Wägeli» möchte die Öffentlichkeit bezüglich der Thematik «psychische Krankheiten» auf eine positive Art sensibilisieren. Denn nach wie vor sind psychische Krankheiten ein gesellschaftliches Tabu-Thema.

Die Idee besteht darin, eine Kampagne und/oder ein Produkt zu entwerfen und in der Öffentlichkeit zu verbreiten, als Solidarisierung mit den Kranken. Ziel ist, dass die Menschen «s’gälbe Wägeli« auch in einem positiven Sinne wahrnehmen, oder zumindest dessen Existenz nicht verleugnen. Es soll eine gewisse Selbstverständlichkeit und Akzeptanz für diese Krankheiten vermittelt werden, wie es die Aidshilfe mit den Ansteck-Schleifen erreicht hat.

Logo und Intro von «sGälbe Wägeli»

Produkte sind Pins, T-Shirts, Anhänger (alles zu kaufen für einen guten Zweck) und ein Online-Game. Verschiedene Events rund um den gelben Wagen finden für Menschen auf der Strasse, in Institutionen, für Betroffene und Angehörige statt.

Zum Weiterlernen gibt es Literatur und Links. Die Dokumentation (PDF) informiert ausführlich und mit vielen farbigen Bildern über Inhalte und Ablauf des ganzen Projektes.

Biografische Notiz der Autorin Naomi Petcher (PDF)

lernundenter gratuliert Frau Naomi Petcher zu diesem tollen Konzept, zu dieser aufwändigen und erfolgreichen Umsetzung mit ihrem Team!

Stigmatisierung in der Psychiatrie

"Es ist leichter, ein Atom zu zerstören als ein Vorurteil – Schizophrenie und Stigma“

Neuropsychiatrie, Klinik, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation, das Organ der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie machte mit Band 16, Nr. 1 und 2/2002 Stigmatisierung zum Thema. Die ganze Nummer steht als Download zur Verfügung.

lernundenter: ein ausgezeichnetes und differenziertes 123 Seiten umfassendes Dossier (PDF) zum Thema Stigmatisierung der Psychiatrie Betroffenen.

Wir empfehlen es Berufsfachleuten und Studierenden der Gesundheits- und Sozialberufe sowie auch am Thema Interessierten sehr. Einzelne Artikel sind englisch und deutsch.

Download


Grenzgarten

Grenzgarten

ist ein neues Selbsthilfeforum mit den Schwerpunkten u.a. Gewalt, Borderline, Selbstverletzendes Verhalten.
Die ModeratorInnen weisen beim Willkommen auf Besonderheiten (auch Grenzen) des Forums hin. Schutzraum und Privatsphäre sind wichtig. Ausführliche FAQs unterstützen neue ForumsteilnehmerInnen. Zum Lesen und zum Schreiben von Beiträgen ist ein Log-In nötig.

Selbsthilfe in der Psychiatrie

Ein Leser von lernundenter.com empfiehlt:

Aktiv 90

Aktiv 90 ist eine Selbsthilfegruppe Psychiatrieerfahrener aus Gronau. Sie berichtet über ihr Selbstverständnis und das örtliche Psychoseseminar. Ein Webkatalog zur Psychiatrie soll Menschen mit psychischen Problemen und Erkrankungen Hilfe geben. Bei der Diagnose Depression, Borderline, Psychose, Schizophrenie o.ä. kann man in dem Webkatalog zahlreiche Links zu Erfahrungsberichten Betroffener, Foren und zu Seiten von professionell Tätigen finden. Ein Besuch der Seite kann einen Besuch bei einem Therapeuten nicht ersetzen, ihn aber unterstützen. Die Selbsthilfe ist gerade bei psychischen Krankheitsbildern ein wichtiger Bestandteil bei der Verbesserung der Gesamtsituation.


90 hat nichts mit dem Alter zu tun als mit dem Gründungsjahr der Gruppe. In der Gruppe wird unter anderem auch gespielt, und manchmal wird das Spiel durch Gespräche unterbrochen. Im Webkatalog können Sie auch eine Website eintragen.
Beiträge 1 - 10 / 19