Patientenedukation revisited 1

Es ist immer wieder das Gleiche: beim Überarbeiten von Dossiers sind Links entweder nicht mehr, wo sie waren oder überhaupt nicht mehr auffindbar. Viele Institutionen haben sich noch nicht dem "never change a url" verschrieben. Wir loben die Blogs und Twitter mit ihren Permanent Links.

Genug geklagt. Wir haben drei neue Links gefunden zum "Transtheoretischen Modell der Verhaltensänderung", unser Lieblingsdossier wieder an einem neuen Ort gesichtet und stellen mit einer Diplomarbeit viel Lesefutter zum Thema Patientenedukation am Beispiel von Hypertonie vor:

Jochen Bauer beschreibt das ‹Transtheoretische Modell gesundheitsfördernder Verhaltensänderung› und gibt Tipps zum Umgang mit dem Modell. Er verweist auf eine weitere Arbeit zum Thema. PDF 400 KB

gibt einen guten Überblick auf das Modell und führt zu vertiefenden Links.

detaillierte Beschreibung des Modelles in English aus ‹Cancer Prevention Research Center›

das empfehlenswerte Dossier (Online-Kurs auf Nurse.com) diente als wichtige Grundlage für unser Netzdossier und ist dort ausführlich beschrieben: mit Patientenedukation zu Patientenkompetenz - Links Grundlagen (Nr. 1).

Die 227-seitige Diplomarbeit (2009) von Tanja Wagreich an der Universität Wien mit den Kapiteln Begriffsklärung, Therapiemöglichkeiten der Hypertonie, ernährungsbedingte Massnahmen, Pflegebezogene Patientenedukation, Qualitative Untersuchung, Beantwortung der Forschungsfragen, Kritik und Grenzen der Untersuchung, Intrepretation, Schlussbetrachtung und Empfehlungen, Literaturverzeichnis. Im Anhang verschiedene Interviewleitfaden und Transkripte.

lernundenter: Bei Kapitel 5 Pflegebezogene Patientenedukation sind die Themen: Warum ist eine Beratung wichtig, Beratung als Zeitfaktor, Umfeld und Team, Informationsmöglichkeiten und -material, Einzelberatung und Gruppenschulung, Compliance und Aus-, Fort- und Weiterbildung. Sie thematisiert den Patientenedukationsprozess, den pädagogisch günstigen Moment.

Bookmark and Share

Initiative Against Pain

Initiative Against Pain

Logo P.A.I.N.
 

von der Firma Grünenthal zur Verfügung gestellt. Informationen für Fachpersonen (mit Registration) und ausführliche Patienteninformationen. Bei den PatientInneninformationen vermisse ich nichts, weder eine ganzheitliche Betrachtungsweise, noch eine differenzierte Beschreibung der Themen, die untereinander gut verlinkt sind. Informationssuchende finden weiterführende Links, Ansprechpersonen (spezielle Websites) und Tools wie z.B. die SMILEY-Skala, Schmerzskala für Kinder:

Smiley-Skala
 lernundenter: sehr empfehlenswert.

 

Blutdruck Info

Blutdruck Info

Informatives rund um den Blutdruck, ein Service von Bristol-Myers Squibb SA und sanofi-aventis. Diese Site bietet gut verständliche Information in Form von Text und Kurzvideos zu Anatomie/Physiologie, Blutdruckwerten, Symptomen, Risikofaktoren, Gefahren, Lebensstil, Therapietreue. Dazu offeriert Bristol-Myers Squibb SA einen SMS-Service, der an die Einnahme der Medikamente, Arzttermine oder an das Besorgen der Medikamente erinnert. Dazu braucht es eine Registration.

lernundenter: eine empfehlenswerte Site für die Patientenedukation und zur Selbstinformation für Betroffene oder Menschen ab 50 zur Prävention. Die Information ist etwas knapp für Menschen mit Interesse nach Hintergründen. Betroffene möchten sich z.B. häufig über Medikamentengruppen informieren). Dazu fehlen weiterführende Links.

Zum SMS-Service fehlen Antworten auf die Fragen:

  • Kommt der SMS-Service von Bristol-Myers Squibb SAG oder von einer lokalen Apotheke?
  • Ist er kostenlos?
  • Ist er an ein Medikament gebunden?
  • Weiss die Kundin, der Kunde, wie der Datenschutz gewährt wird?

Tags: Patientenedukation, Adhärenz, Adherence, Hypertonie, Prävention.

CFVoice - Mucoviscidose

CFVoice

Logo CFVoice
Site über Mucoviscidose / Zystische Fibrose in englisch. Übersetzt aus der Site:

CFVoice ist eine Online-Community von Novartis für Menschen mit Mucoviscidose (Zystischer Fibrose). Sie hat einen klaren Fokus auf Kindern, Teens, jungen Erwachsenen, ihren Familien und Betreuungspersonen. Die Site ist aufgeteilt in genau diese BesucherInnengruppen mit einem entsprechend angepassten Mix von Inhalten, Aktivitäten und Spielen.

Einige Inhalte:

  • für 6-8-Jährige: verschiedene Spiele und Informationen.
  • für 9-12-Jährige: Workshop über Ernährung, ein Spiel, ein Kreuzworträtsel, ein Porträt, Wirkung von Therapien visualisiert, eine Zuordnungsübung zum Üben der Anatomie der Luftwege
  • für 13-17-Jährige: zahlreiche Portraits von Jugendlichen mit CF.

lernundenter: Interessant ist das Interview mit dem CF Health Care Team. Es zeigt die Arbeit von Pflegefachpersonen, den Wandel von vorwiegend Kindern (früher 20/80, heute 50/50) zu zunehmend erwachsenen Menschen mit CF. Es zeigt die verbesserte Lebenserwartung und -qualität von Menschen mit CF auf.

Beim Bereich "Familien / Betreuungspersonen" ist nicht sofort ersichtlich, was Fachinformationen und was subjektive Erfahrungsberichte sind.

Gesamthaft: eine Site mit ausführlicher Information zur Krankheit Mucoviscidose / Zystische Fibrose und hilfreich für Betroffene und Angehörige.

Links Patientenedukation

Im Rahmen einer Recherche zu ReferentInnen zum Thema ‹Patientenedukation› haben wir  eine Weiterbildung neuentdeckt. Für Lesefreudige gibt es ein (kostenpflichtiges) Themenheft auf Curanovis.

Weiterbildung der Universität Witten Herdecke. Die Ankündigung erfolgt mit der Definition von Patientenedukation:

Unter Patientenedukation versteht man die Information, Schulung und Beratung von Patienten und pflegebedürftigen Menschen im Krankenhaus und im häuslichen Bereich, Altenheimbewohnern, Angehörigen sowie von allen an Gesundheitsfragen interessierten Menschen. Dazu zählt die individuelle und bedürfnisorientierte Beratung, die zielorientierte, strukturierte und geplante Vermittlung von Wissen, die Bereitstellung und die Vermittlung des Umgangs mit verschiedenen Medien. Dies ist insbesondere zur Qualifikation für häusliche Schulungen und Schulungsaufgaben innerhalb von Diseasemanagement-Programmen (SGB X) relevant.

Themenheft (Fr. 35.00) auf ‹Curanovis› von Christine Vaterhaus-Buser, Analyse weitgehend evidenzbasierter Pflegefachliteratur: Was der Begriff Patientenedukation umfasst, wie sie umgesetzt werden kann und welche Wirkung sie hat.

lernundenter: leider gibt es online keinen Einblick auf die Inhalte des Themenheftes.

Solche Schuhe ziehe ich nicht an!

‹solche schuhe ziehe ich nicht an!› (PDF 219 KB)

Compliance in der Praxis.

 

Schuhe

 

Fachbeitrag von Andrea Grubauer, Klinische und Gesundheitspsychologin, Christine Pauli, Leiterin der Langzeitneurologie mit Schwerpunkt MS (Multiple Sklerose) und Ramona Rosenthal, Leiterin der MS-Tageszentrum in der Caritas Socialis in Wien, erschienen in der österreichen Pflegezeitschrift 01/05.

Die Autorinnen beschreiben Compliance anhand eines konkreten Beispieles und wie Compliance gefördert werden kann. Dazu braucht es Einfühlungsvermögen, Kenntnisse der Situation des Betroffenen und seinem sozialen Umfeld, Geduld, Fingerspitzengefühl, Flexibilität, Umsicht, Humor, Kreativität und vor allem fachliche Kompetenz. Damit Pflegepersonen argumentieren können, brauchen sie ein umfangreiches Wissen. Gerade kognitive Beeinträchtigungen machen es dem Erkrankten oft schwer, compliant/kooperativ zu sein.

Beim Beispiel der orthopädischen Schuhe:

Wenn Mitarbeitende wissen, wie wichtig hübsche Schuhe für die Bewohnerin sind, werden sie die Abwehrreaktion gegen orthopädische Schuhe verstehen

Die Bewohnerin hat eine siebenjährige Tochter und möchte vor dieser nicht noch behinderter erscheinen.

Pflegende werden z.B. vorschlagen, die Schuhe nur für den sicheren Transfer anzuziehen.

Oder: wenn Betreuende Alltagswünsche aufgreifen und erfüllen (z.B. Schönheitspflege, wie es im Artikel dargestellt ist), kann Compliance bei einer Pflegeverrichtung gefördert werden.

Die Autorinnen heben einerseits die Kommunikation im Team hervor und vor allem den Aufbau eines partnerschaftlichen Verhältnisses, offene und ehrliche Gespräche und Transparenz.

Weitere Themen sind: Compliance aus psychologischer Sicht, chronische Krankheit und Compliance, Compliance aus der Sicht der Pflegepersonen, Definition von Compliance.

Abschliessend: interessante weiterführende Literaturquellen.

lernundenter: die österreichische Pflegezeitschrift kann abonniert werden. Im Archiv gibt es Artikel zum Download als PDF. Bemerkung: heute wird statt Compliance eher der Begriff Adhärenz (Adherence) verwendet.

Tags: Patientenedukation, Adhärenz.

Bild: aus dem Artikel

komplexe Medikamentenregime - wie einhalten?

Bewältigung komplexer Medikamentenregime bei chronischen Erkrankungen – Herausforderungen aus Sicht chronisch Kranker (PDF 613 KB)

 

Medikamente
Jörg Haslbeck aus der Veröffentlichungsreihe des Instituts für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld (IPW). Die Arbeit beschäftigt sich mit der Medikamenteneinnahme aus Sicht der Betroffenen.

 

„… An manchen Tagen, da nehme ich das und irgendwann habe ich mich dann [gefragt]: ‚Habe ich denn meine Medikamente genommen oder habe ich sie nicht genommen?‘ Da wusste ich es auch nicht mehr …“

Wer selbst schon nur für wenige Tage regelmässig Medikamente einnehmen musste, hat die Erfahrung gemacht, dass das Einhalten dieses Regimes gar nicht so einfach ist. Die Einnahme geht vergessen. Es treten Nebenwirkungen auf. Die Motivation zur Einnahme sinkt, usw...

Forschungsfragen sind:

  • Wie wirken sich komplexe Medikamentenregime aus Sicht chronisch Kranker im Alltag aus?
  • Welche Probleme und Herausforderungen werfen sie in den unterschiedlichen Phasen des Krankheitsverlaufs auf?
  • Mit welchen Selbstmanagementstrategien antworten chronisch Kranke und ihre Angehörigen darauf? Welche Schwierigkeiten stellen sich ihnen dabei?
  • Welche Interventionserfordernisse lassen sich daraus ableiten? Welche (professionelle) Unterstützung benötigen chronisch Kranke, um das Medikamentenregime im Alltag bewältigen zu können?

Einige Problempunkte

  • am Anfang erhalten Betroffene häufig zu wenig Informationen, da das Krankheitsgeschehen im Vordergrund steht
  • Medikamenteneinnahme: Medikamente gehen häufig vergessen. Betroffene erzählen ihre Strategien gegen das Vergessen. Gefahr der Routinisierung, zwiespältige Haltung Dosetts gegenüber (Krankheit ist immer präsent)
  • Wichtigkeit von Ansprechpartnern: Pflegepersonal, AerztInnen, ApothekerInnen. Schwierigkeiten in der Kommunikation, Erwartungen in der Arztpraxis
  • Informationsmaterialien sind zu kompliziert geschrieben (nicht für Laien).

Wie vielfältig die Anpassungsbemühungen chronisch Kranker an das Medikamentenregime sind, wird von den Gesundheitsprofessionen meist übersehen.

lernundenter: Deutlich wird, dass PatientInnen wenig Unterstützung von Fachpersonen bekommen beim Umgang mit den Medikamenten. Gründe dafür sind bei den PatientInnen wie bei den Profis: Bei Krankheitsbeginn / Diagnosestellung und damit dem ersten Einsatz der Medikamente sind die PatientInnen so sehr mit ihrem gesundheitlichen Zustand beschäftigt (bis zu einem Schockzustand), dass sie die Informationen gar nicht aufnehmen können. Auf der Seite der professionellen Akteuren ist es die Art und Weise der Informations- und Wissensvermittlung (Abkürzungen, Fremdwörter).

lernundenter findet dies eine wichtige Arbeit für Berufsfachpersonen in und ausserhalb von Gesundheitsinstitutionen zur Reflexion eigenen Verhaltens in der Patientenedukation. Auch für Professionelle ist der Umgang mit Medikamenten sehr komplex. Der Einsatz von Generika mit dem riesigen Zuwachs von neuen Produkten (mit dem gleichen Wirkstoff) hat diese Komplexität noch gefördert.

Self-Management

Self-Management: A Background Paper

des Centre on Aging der Universität von Victoria.

Self-Management hat häufig unterschiedliche Bedeutungen für unterschiedliche Menschen - und manchmal sogar unterschiedliche Bedeutungen zu verschiedenen Zeiten für die gleichen Menschen.

Das Handout für Delegierte der ‹New Perspectives: International Conference on Patient Self-Management› beschreibt Hintergründe zum Begriff und wie er benützt wurde im Vorfeld der Konferenz. Er wird verwendet im Kontext Menschen, die mit einer oder mehr chronischen Krankheiten leben und betont, was verschiedene Interessengruppen tun können, um Self-Management zu erleichtern.

Der Autor Patrick McGowan, Ph.D. stellt 10 verschiedene Definitionen von Self-Management vor. Die Gruppe einigt sich auf folgende Definition:

Self-Management bezieht sich auf die Aufgaben, die ein Individuum unternehmen muss, um mit einer oder mehreren chronischen Zuständen (englisch: conditions) gut zu leben. Diese Aufgaben beinhalten: Vertrauen gewinnen, um mit Medikamenten umgehen zu können und den Umgang mit der Rolle und Emotionen

Die Definition enthält die wichtigsten Komponenten und führt in das Konzept ‹Self-Management-Support› von Adams, Greiner und Corrigan ein. Der Artikel führt in einer Grafik alle an Self-Management Edukation Teilnehmenden auf (Politik, Forschung, Pflege, Medien usw.). Zur Klärung wird Self-Management nochmals unterschieden in Prozess oder Outcome und die Begriffe Patientenedukation und Self-Management Edukation voneinander abgegrenzt (am Beispiel Diabetes erklärt).

Es folgen sechs Hauptunterschiede zwischen traditioneller Patientenedukation und Self-Management Edukation (übersetzt):

Traditionelle Patientenedukation

  • vermittelt Informationen und lehrt technische und krankheitsbezogene Skills
  • abgedeckte Probleme wiederspiegeln weitverbreitete Probleme
  • ist krankheitsbezogen und offeriert Informationen und technische Skills, die sich auf die spezifische Krankheit beziehen.
  • basiert auf der Theory, dass krankheitsspezifisches Wissen Verhaltensveränderung ermöglicht, die zu Erfolg führt
  • Ziel ist: Compliance
  • Die Berufsfachperson ist die Lehrperson

Self-Management Edukation

  • lehrt Skills, um Probleme zu lösen.
  • Probleme werden vom Patienten, von der Patientin identifiziert
  • vermittelt Fähigkeiten zur Problemlösung, welche relevant sind für Konsequenzen von chronischen Krankheiten im allgemeinen
  • basiert auf der Theorie, dass gesteigertes Vertrauen des Patienten, der Patientin in seine/ihre Fähigkeit, lebensverbessernde Veränderungen zu initiieren, Erfolg bringt
  • Ziel ist: gesteigertes Selbstvertrauen und besseres Befinden
  • Lehrpersonen können die Berufsfachperson, Peers oder andere PatientInnen sein.

Training soll beinhalten:

  • Unterstützung bei der Suche nach der gewünschten Information
  • absichern, dass Kompetenz vorhanden ist bei medizinisch-therapeutischen Verhalten (Medikamente, Injektionen, Verbänden usw.) und nichtmedizinischem Verhalten (Kommunikation mit anderen Berufsgruppen, Selbstdisziplin beim Üben)
  • Selbstvertrauen steigern
  • Problemlösungskompetenz zu überprüfen

Patientenedukation in der Onkologie

Breast Care Nurse Weiterbildung

BNC Logo

pflegewissenschaftlich fundierte Weiterbildung Breast Care Nurse der DGGP- Gesellschaft für Gesundheits- und Pflegewissenschaft.

Kooperationspartner sind der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Landesverband – Nordwest e. V., die Universität Witten/Herdecke, die Lindenhof Schule (Bern/Schweiz) und die Steinbeis-Hochschule-Berlin.

Die Themen werden im Selbststudium bearbeitet. Studienbrief 8 ist z.B. ‹Grundlagen der Patientenedukation›. Der Kurs findet zweimal jährlich statt. Die Teilnehmerinnen schließen mit dem Titel ‹Breast Care Nurse – Pflegeexpertin für Brusterkrankungen› ab.

lernundenter: differenzierte und klare Information auf der Website mit Downloads für das vertiefte Interesse an der Weiterbildung und Fachliteratur zum Thema. mit Sicherheit eine empfehlenswerte Weiterbildung für Pflegefachpersonen der Gynäkologie und Onkologie.

Auf die Anfrage einer Pflegeexpertin führten wir eine Recherche zu Weiterbildung in Patientenedukation durch. Sie ist publiziert auf lernundenter: PDF 100 KB

Wenn Sie eine Weiterbildung kennen, bitten wir Sie um eine Mitteilung. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe.

Attraktiver Arbeitsplatz in der Pflege - Fortsetzung

The forces of magnetism

Zu den 14 Stärken (Magnetkriterien) für Magnetspitäler, Spitäler, welche positive Arbeitsumgebungen für Pflegepersonal bereitstellen, gehören die weiteren sieben (Fortsetzung des Beitrags Magnete für die Pflege)

8. Die Organisation stellt adäquate Ressourcen und Unterstützung zur Verfügung. Zusätzlich fördert sie die Teilnahme von Pflegenden in Berufsorganisationen und unter Peers in der Gemeinschaft.

9. Autonomie: Von der Pflegeperson wird erwartet, dass sie autonom und konsistent mit professionellem Standard arbeitet. Unabhängige Entscheidungen und Handeln in interdisziplinärem und multidisziplinärem Kontext werden erwartet.

10. Gemeinschaft und Gesundheitsorganisation: Es werden Beziehungen gepflegt, um starke Partnerschaften zu entwickeln, welche bessere Patientenergebnisse ermöglichen.

11. Pflegefachpersonen als Lehrkräfte: Ausgebildete Pflegende sind involviert in Bildungsaktivitäten innerhalb der Organisation und Gemeinschaft (Community). Es gibt ein Mentoring- und Entwicklungsprogramm für MitarbeiterInnen und Studierende. Mitarbeitende in allen Positionen dienen als Lehrkörper für Studierende in verschiedenen Ausbildungen. Es gibt ein Patientenedukationsprogramm, das verschiedenen Bedürfnissen von PatientInnen entspricht.

12. Image der Pflege: die von der Pflege geleisteten Dienste werden von anderen Mitgliedern des Gesundheitsteams als unentbehrlich (essentiell) charakterisiert.

13. Interdisziplinäre Beziehungen: Kollaborative Arbeitsbeziehungen innerhalb und zwischen verschiedenen Disziplinen werden geschätzt. Gegenseitiger Respekt basiert auf der Voraussetzung, dass alle Mitglieder des Teams wichtige und sinnvolle Beiträge leisten, um die Ziele zu erreichen.

14. Berufliche Entwicklung: Die Organisation schätzt und unterstützt das persönliche und professionelle Wachstum und die Entwicklung ihrer Mitglieder.

lernundenter: Diese Punkte zu diskutieren oder einige davon umzusetzen, ist dringend notwendig, um a) kompetente Pflegefachfrauen und -männer im Betrieb zu halten UND um bessere Patientenergebnisse zu erzielen.

Mehr dazu anlässlich des International Nurses Day vom 12. Mai 2007, zu dem wir einen Newsletter herausgeben werden.

Mehr zu Patientenedukation im Dossier mit Patientenedukation zu Patientenkompetenz

Punkte 1-7 sind hier zu lesen

 

Beiträge 1 - 10 / 11