Patientenverfügung nach der Diagnose Krebs

Patientenverfügung nach der Diagnose Krebs

Patientenverfügung nach der Diagnoe Krebs
Zum Welt Hospiz und Palliative Care-Tag vom 10.10.2009 lancierte die Krebsliga die Patientenverfügung speziell für Krebskranke. 

Die Patientenverfügung beginnt allgemein und thematisiert anschliessend konkrete Themen und den Umgang mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen und Fragen.

Sie stellt nicht nur Fragen, sondern gibt Beispielantworten. Die Sprache ist einfach und konkret.

Es ist schwer, eine Patientenverfügung auszufüllen. Am Anfang der Patientenverfügung wird darauf hingewiesen, dass dies in mehreren Etappen geschehen kann. Die Wegleitung führt in die Patientenverfügung ein und begleitet das Ausfüllen mit Hinweisen bei allen Themen.

lernundenter: einzelne Themen, Kontaktadressen und weiterführende Quellen beziehen sich auf die Krebskrankheit. Abgesehen davon betreffen diese Fragen jeden Menschen unabhängig von einer bestimmten Krankheit.

Weiterführend:

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Angehörige von Sterbenden begleiten

Angehörigenbegleitung bei sterbenden Patienten im Akutspital

Winterbaum
Sibylle Kathriner stellt in ihrem Blog palliativpflege die Abschlussarbeit Höhere Fachausbildung in Pflege Stufe 1 von Seraina Stauffer (PDF 214 KB) vor. Die Autorin stellt die Angehörigen von Sterbenden in den Vordergrund, die sonst eher nur am Rande wahrgenommen werden. Angehörige sind einerseits Herausforderung für Pflegende und andererseits Ressource für sterbende Menschen, wenn sie Unterstützung von Pflegenden erfahren.

Eine fachgerechte Begleitung der Angehörigen ist nur möglich, wenn ihre psychosozialen Probleme und ihre Bewältigungsstrategien den Begleitern, also uns Pflegenden bekannt sind. Dies braucht Zeit und Geduld, das braucht Wissen um Sterbe- und Trauerprozesse, das braucht die Fähigkeit einer gezielten Wahrnehmung.

Seraina Stauffer beschreibt die Sterbephasen (Kübler-Ross) und entsprechende Strategien bei der Begleitung (für Pflegende oder Angehörige). Weiter bearbeitete sie die Situation von Angehörigen und Unterstützungsmöglichkeiten.

Leben lernen - Sterben lernen

Leben lernen - Sterben lernen (PDF 71,8KB)

Herbstbaum
 

Vortrag von Dr. phil. Monika Renz an den Basler Psychotherapietagen 2000. Monika Renz, Leiterin der Psychoonkologie am Kantonsspital St. Gallen, gliedert ihr Referat in vier Themen:

  • Kommunikations ist noch am Sterbebett möglich
  • Sterben als Wandlungsprozess
  • Todesnähe als Impuls zu Nachreifung, Bewusstwerdung und letzter Reifung
  • Sterben, um zu leben. Der Tod als letzte Aussage

lernundenter: ihre konkreten Beispiele (aus ihrer Studie) sind eindrücklich beschrieben. Wie sie Gefühlszustände wahrnimmt und im Gespräch überprüft, ist lehrreich.

Interessant ist ihre eigene Einteilung des Sterbeprozesses in drei Stadien: in ein Davor, ein Hindurch und ein Danach (vor, inmitten und nach einer inneren Bewusstseinsschwelle).

Auf der persönlichen Website von Monika Renz finden sich Veranstaltungen / Vorträge / Seminare / Kurse, ihre Veröffentlichungen und Projekte.

Hörbuch Palliativmedizin und das Familienhörbuch

Von Sibylle Kathriner (palliativpflege) haben wir einen wichtigen Link erhalten. Da ein Link normalerweise zum nächsten führt, gibt es insgesamt drei Empfehlungen für heute:

Das neue Hörbuch der Deutschen Krebshilfe und der Klinik für Palliativmedizin in Köln ‹Leben Sie wohl› beschreibt die Geschichte und die Zukunft der Palliativmedizin in Deutschland. Patienten und Angehörige sprechen über die letzte Lebensphase. Sie können einige Beispiele direkt auf der Website hören oder das Hörbuch kostenlos bestellen.

lernundenter: Wann beginnt das Sterben? Wie die Lebensqualität verbessert werden kann, wie Angehörige die Begleitung erleben, sind einige Themen. Ein wichtiges Thema für Betroffene, Angehörige, Pflegepersonen und Verantwortliche in Institutionen.

Nach dem Motto ‹Helfen. Forschen. Informieren› fördert die gemeinnützige Organisation Projekte zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung einschließlich der Krebs-Selbsthilfe.

Von der Früherkennung zur Therapie, ‹Häufige Fragen›, eine Zeitschrift zum Download, Broschüren und Videos bis zu einem Lexikon.

Das Hörbuch wird produziert von

Logo Familienhörbuch

Eine sehr schöne Idee: Hier können Privatpersonen (z.B. Grosseltern) oder Firmen ihre Geschichten erzählen und festhalten lassen in einem Hörbuch. Auf der Site können Sie verschiedene Beispiele (z.B. Ein Hörbuch über den Alltag erwachsener Menschen mit geistigen Behinderungen) hören.

Tags: oral history, Biografie.

onkologie 2007

onkologie2007

Online-Fassung des Nachschlagewerks ‹Onkologie 2006/07, interdisziplinäre Empfehlungen zur Therapie›

Hrsg.: Prof. Dr. J. Preiß, Dr. W. Dornoff, Dr. F.G.Hagmann, Dr. A. Schmieder.

Die Website richtet sich primär an Onkologen, Hämatologen und interessierte Angehörige anderer Fachrichtungen. Sie bietet ausführliche Informationen zu Tumoren, Therapien, Nebenwirkungen, Supportiv- und Begleittherapien, Palliativmedizin.

lernundenter: schwergewichtig eine Site für Ärzte. Besonders empfehlenswert auch für andere Zielgruppen ist die mehrsprachige Linkdatenbank. Die Links sind kommentiert und bewertet (10 Top Links). Die Zielgruppen werden unterteilt in Laien und Fachkreise. Die Qualität dieser Links ist überprüft.

Palliativpflege

Palliativpflege, begleiten bis zuletzt


Website von Sibylle Kathriner. Sie ist diplomierte Pflegefachfrau HF mit höherer Fachausbildung Stufe 1 Schwerpunkt Palliative Care. Sie engagiert sich in der Schweiz und in Deutschland für die Palliativpflege. Netzwerken ist ihr ein Anliegen. Auf ihrer Site publiziert sie aktuelle Weiterbildungen, Ausstellungen und stellt Arbeiten von BerufskollegInnen vor.

handbuch der palliativpflege

Sibylle Kathriner empfiehlt ein weiteres Buch für Pflegepersonen:

"handbuch der palliativpflege" bietet praxinahe Pflegemassnahmen und soll in der Pflegepraxis einen Stammplatz einnehmen.

"handbuch der palliativpflege" wurde von Monique Weissenberger-Leduc, einer diplomierten Pflegefachfrau und Pflegewissenschaftlerin praxisnah und für Pflegende geschrieben. Schwerpunkte im Buch sind Schmerzbekämpfung wie Schmerzphysiologie, Schmerzmanagement, Opioide. Weitere angesprochenen Symptome sind: Angst und Depression, Asthenie - chronische Müdigkeit, Death Rattle - Todesrasseln, Diarrhoe - Durchfall, Dysphagie - Schluckstörung, Urämie - Nierenversagen. Die belastenden Symptome werden jeweils kurz und prägnant beschrieben: Definition, Ursachen und Therapiemöglichkeiten.

Das Buch ist 2002 im Springer Verlag erschienen.

handbuch der palliativpflege
Mehr zu Sibylle Kathriner und ihrem Engagement für die Palliativpflege auf lernundenter Palliative Care - Palliative Pflege

Palliativmedizin

Sibylle Kathriner, Autorin von "Kann durch Mundpflege beim terminalen Patienten eine Infusionstherapie vermieden werden?" und des Films "subkutaner Zugang - Einlegen einer subkutanen Infusion im Subklavikularbereich", empfiehlt ein weiteres Buch für Pflegepersonen:

Palliativmedizin
Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York, 2003

Inhalte:
  • Entwicklung und Stand der Palliativmedizin in Europa
  • Kommunikation und Ethik, Ethik: Autonomie oder Paternalismus?
  • Sterbenlassen – passive Sterbehilfe, Aktive Sterbehilfe (Euthanasie)
  • Kommunikation: Sollen wir den Patienten vor der Wahrheit schützen? Warum sind Aufklärungsgespräche so wichtig? Das schwierige Gespräch. „Wie lange habe ich noch, Herr Doktor?“ „Ja Sie haben Krebs“
  • Schmerztherapie und Symptomkontrolle in der Palliativmedizin
  • Psychosoziale Fragen: Familie und Umfeld, Trauer, Rolle der Kinder
  • Suizid bei schwer kranken Patienten
  • Nähe – Distanz und Sexualität
  • Palliativmedizin in der Geriatrie: Sterben im hohen Alter – früher und heute, Schutz der Rechte, Palliativmedizin für alte Patienten – die Praxis
  • Palliativmedizin im Kindesalter
  • Palliativmedizin in den Entwicklungsländern
  • Die Rolle des Arztes
Palliativmedizin

Kommentar von Sibylle Kathriner:
Für Alle, welche sich mit Palliativmedizin und Krankenpflege beschäftigen, ist Palliativmedizin von S.Husebö und E. Klaschik Pflicht! Für mich ist dieses Buch meine „Fach-Bibel in Palliative Care“. Auf 545 Seiten werden tausend Fragen über Palliative Care beantwortet.

Mehr zu Sibylle Kathriner und ihrer Arbeit auf lernundenter Palliative Care - Palliative Pflege

Palliative Care - Büchertipps

Sibylle Kathriner (Höhere Fachausbildung Stufe 1 Schwerpunkt Palliative Care am SBK Bildungszentrum Zürich) stellt Bücher zu Palliative Care vor:

Die Rechte der Sterbenden
Werner Burgheim (Hrsg). Forum Verlag Herkert GMBH Deutschland (2006)
Themen:

  • Selbstbestimmung bis zum Lebensende
    Die Vorsorgevollmacht: Was muss eine Vollmacht unbedingt enthalten
    Die Betreuungsverfügung: Wie formuliert man eine Betreuungsverfügung?
    Die Patientenverfügung: Die rechtliche Grundlage einer Patientenverfügung. Was ist beim Verfassen der Patientenverfügung zu beachten?
    Bluttransfusion bei Zeugen Jehovas
    Die Magensonde zur künstlichen Ernährung

  • Organtransplantation und die Rechte der Sterbenden - eine Gradwanderung: Wann ist ein Mensch tot? Wie kam es zum Begriff Hirntod? Wie tot ist der Hirntote?

  • Ethische Grundüberlegungen zur Hospizarbeit: Ethische Problemstellungen, Fragen an die Ethik

  • Du sollst nicht töten - oder vielleicht doch? Zum Stand der Euthanasiediskussion in Deutschland und in den Nachbarländern (Niederlande, Belgien, Frankreich, Österreich, Schweiz)

Die Rechte der Sterbenden

Kommentar von Sibylle Kathriner:
Ein Buch, welches sich mit den Fragen am Ende unseres Lebens auseinandersetzt. Es ist empfehlenswert für Fachpersonen sowie auch für Laien. Mit nützlichen Tipps für den Alltag.


Lehrbuch der Palliativpflege
Susanne Nagele, Angelika Feichtner, Facultas Verlags- und Buchhandels AG Wien (2005)
Themen:

  • Palliative Care: Vom Umgang mit dem Tod in unserer Gesellschaft, Begrifferklärungen, Arten der Zusammenarbeit

  • Der Sterbeprozess: Sterben ist ein Teil des Lebens, Stadien des Sterbens

  • Bedürfnisse Sterbender: Alltagsbedürfnisse, religiöse Begleitung Sterbender, der Umgang mit dem verstorbenen Menschen

  • Kommunikation in der Palliative Care: Kommunikationsgrundlagen, Kommunikation mit Sterbenden, von der Wahrheit am Krankenbett, Aufklärungsgespräch

  • Psychohygiene

  • Symptomkontrolle: trockene Mundschleimhaut, Atemnot, ulzerierende Wunden, Übelkeit und Erbrechen, Unruhe und Verwirrtheit

  • Das Symptom Schmerz: Schmerzleben, Schmerztherapie ohne Medikamente, medikamentöse Schmerztherapie, komplementäre Unterstützungsangebote

  • Begleitung von Angehörigen und Bezugspersonen

  • Trauer: Umgang mit Trauer in unserer Gesellschaft, Trauerarbeit, Trauerbegleitung

  • Tod und Kinder: was verstehen Kinder unter Tod? Unterstützende Massnahmen zur Trauerbewältigung bei Kindern, unheilbar kranke Kinder

  • Sterbehilfe: Die verschiedenen Formen der Sterbehilfe, diePatientenverfügung

Lehrbuch der Palliativpflege

Kommentar von Sibylle Kathriner:
ein wirklich sehr gelungenes Lehrbuch speziell für Lernende in der Pflege! Die Themen des Buches sind sinnvoll aufgebaut und sprachlich gut verständlich. Der Praxisbezug ist gewährleistet. Unbekannte Begriffe werden in der Randspalte erklärt. Merksätze bzw. Kernstoff sind blau unterlegt und mit einem Kreissymbol gekennzeichnet. Anregungen für die praktische Arbeit sind grau unterlegt. Am Anfang eines Kapitels sind die dazu passenden Lernziele beschrieben. Am Ende des Kapitels gibt es jeweils einen Wissenstest.

Palliativmedizin auf einen Blick

Palliativmedizin auf einen Blick

Kommentar von Sibylle Kathriner:
"Palliativmedizin auf einen Blick" ist ein gutes Arbeitsbuch für die Praxis (eine Ausgabe habe ich immer auf der Station). Es gibt Pflegende, welche das Buch zu „arztlastig“ finden. Ich gehe mit dem Buch häufig zu den AssistentärztInnen, welche wenig Erfahrung in der Symptombehandlung haben. Die Themen sind jeweils kurz und umfassend beschrieben, konkrete therapeutische Vorschläge für den Arzt / die Ärztin sowie generelle Massnahmen für die Pflege werden gemacht.

Ab Mai 06 wird es eine neue Ausgabe des Buches geben mit dem Titel "Palliativmedizin". Neue Kapitel werden dazukommen: Aspekte der Pflege, Soziale Aspekte, Seelsorge, Rehabilitation in der Palliativmedizin, Komplementäre Dienste, Palliativmedizin in der Geriatrie, Palliativmedizin bei HIV-Infektion.

Mit diesen neuen Kapiteln wird dieses Buch Pflegende vermehrter ansprechen. Die neue Version ist also ein Muss!

Mehr zu Sibylle Kathriner, ihrer Arbeit und ihrem Film auf lernundenter

Palliative Care

Es ist vorbei, das 4. Internationale IFF-ÖRK-Symposium Sterbefall Mensch: Wie werden wir morgen leben und sterben?

Auf PALLIATIVE CARE UND ORGANISATIONSETHIK unter Download können Sie Referate herunterladen zu den Themen
  • Radikale Patientenorientierung und De-Institutsionalisierung
  • Globalisierung der Versorgung
  • Orchestrierung des Lebensendes
  • Zu Hause sterben
  • Sterben, Tod Trauer und Geschlecht (gender)
  • Das letzte Lebensjahr
  • Das Hospiz- und Palliative Care-Konzept weiterschreiben

oder weiter stöbern in den Links Palliative Care / Palliative Pflege von lernundenter
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