Wieviele Health Professionals braucht das Schweizer Gesundheitssystem bis 2030?
Ageing workforce in an ageing society
Wieviele Health Professionals braucht das Schweizer Gesundheitssystem bis 2030?
Die älter werdende Bevölkerung und die Alterung des Gesundheitspersonals werden einen starken Bedarf an qualifiziertem Gesundheitspersonal erzeugen. Gemäss den untersuchten Szenarien müssen bis zum Jahr 2030 zwischen 120‘000 und 190‘000 Fachpersonen rekrutiert werden. Mindestens 2/3 davon sind notwendig, um Personal zu ersetzen, welches das Rentenalter erreicht. Das dritte Drittel muss den gestiegenen Bedarf an Pflege und Versorgungsleistungen abdecken.
Drei Ursachen für Personalbedarf:
- Pensionierung: Ersetzen der Abgänge infolge Pensionierung.
- Drop out: Der Ausstieg aus dem Beruf oder «drop out», das heisst, die Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte in Richtung anderer Branchen und Sektoren, anderer Gesundheitssysteme (Wegzug ins Ausland, Komplementärmedizin, Wellness) oder das vollständige Ausscheiden aus dem Arbeitsmarkt
- Erhöhte Nachfrage: Die Steigerung der Nachfrage nach Leistungen und Personal wegen eines erhöhten Versorgungsbedarfs in der Bevölkerung.
Mit einem umfassenden Massnahmenpaket soll der Bedarf verringert werden:
- Gesundheitsförderung stärken
- Gesundheitskompetenz entwickeln
- Autonomie der alten Menschen erhalten
- Innovationen in der ambulanten Versorgung entwickeln
- Der Rationierung vorbeugen
- Die Versorgung der Chronisch Kranken anpassen
- Die Berufsverweildauer erhöhen
- Den Wiedereinstieg erleichtern
- Die Löhne anpassen
- Die Zufriedenheit des Personals erhöhen (Magnet Hospitals)
- der Konkurrenzierung vorbeugen: Abgänge verhindern, die Mitarbeitenden zu hohen Arbeitspensen während der ganzen Berufslaufbahn ermuntern, attraktiv werden für das immense Rekrutierungspotenzial, welches die Berufsaussteiger darstellen
- flexible Arbeitszeiten anbieten
- Die Ausbildungen auf den künftigen Bedarf ausrichten
- bessere Daten generieren / Marktforschung betreiben
- einen Verhaltenskodex entwickeln und anwenden, der auch dem Bedarf der Ursprungsländer des qualifizierten Personals Rechnung trägt
Bericht von Hélène Jaccard Ruedin und France Weaver, Schweizerisches Gesundheitsobservatorium, August 2009, Careum Working Paper 1, entstanden durch die Initiative der Stiftung Careum. Download PDF 1,29 MB
lernundenter: sehr informatives Dokument mit vielen Forderungen für die Zukunft.



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