Lehren der Netzgeneration
Faculty Development for the Net Generation
Kapitel 11 des Dossiers Educating the Net Generation von Anne H. Moore, John F. Moore und Shelli B. Fowler.
Die AutorInnen beschreiben Eigenschaften der Netzgeneration, formulieren, was Lernende brauchen und welche Konsequenzen sich daraus ergeben für Institutionen und Lehrpersonen. Der Artikel beschreibt ausführlich zwei Programme für professionelle Entwicklung, welche Institutionen und Lernkräfte bei der Umsetzung unterstützen.
Tags: Digital Literacy, Charakteristika der Net Gen Learner, krtitisches Denken, FIT Fluency in Information Technology.
Wir beschreiben aus der Arbeit: Eigenschaften der NetGenLearner, was sie wünschen, Konsequenzen auf verschiedenen Ebenen und das Konzept ‹FIT Fluency in Information Technologie›.
Eigenschaften der NetGenLearner:
- sehen Computer nicht als Technologie.
- sind immer besetzt mit Instant Messaging, Blooging, Musik und Film downloaden und Videospiele spielen mit einem internationalen Netzwerk von Freunden und Bekannten
- Stille SchülerInnen, die vielleicht im Präsenzunterricht nie sprechen, haben aktive Online-Beziehungen und können leichter aktiv sein in Online-Lernaktivitäten als im f2f-Unterricht.
- Social Networking: Net Gen Learners brauchen die Technologien, um ihr bestehendes soziales Netwerk zu beleben und erweitern
- Net Gen Learners spielen sehr gerne und kreieren eigene Spiele. Dies kann einen positiven Effekt auf das Lernen haben
- ‹Digital literacy›: Publikationsmöglichkeiten und Tools machen es StudentInnen einfach, sich auszudrücken, Wissen zu verteilen, ohne sich um Software, Programmierung zu kümmern. Sie sind gewohnt zu klicken, sie SEHEN, wie etwas funktioniert ohne zu WISSEN, WIE es funktioniert. Jedoch: Sie haben oft nicht wirklich genügend Wissen und Fähigkeiten, Technologien voll zu nutzen.
Was Lernende brauchen / wünschen:
- allgemein mehr Online-Aktivitäten
- sofortigen Zugang zur Information
- schnelle Kommunikation: Technologien ermöglichen ein schnelles Reagieren und verschiedene Möglichkeiten, Gedanken mitzuteilen.
- Social Networking: Net Gen Learners brauchen die Technologien, um ihr bestehendes soziales Netwerk zu beleben und erweitern
- Spiele und Simulationen
- Es gibt noch etwas anderes als Excel und Powerpoint: Lernende verlangen "up to date" Programme (dazu weiterlesen auf Seite 11.7 die genannten Beispiele)
Konsequenzen auf drei Ebenen:
Ziel ist, aktive Lernende zu fördern mit komplexem kritischem Denken und Fähigkeiten, Probleme zu lösen.
Schüler/Studentin:
- von der Interaktion zu kritischem Denken: Suchen mit Google ist nicht synonym mit kritischer Evaluation. Informationsressourcen aus dem WWW kritisch bewerten.
- brauchen vertiefte Information zu Lerneinheiten
- lernen mit Tutorials
Lehrer / Lehrerin:
- lernen von den Studierenden: Lernende beobachten, wie sie mit Technik umgehen, wie sie Technik wahrnehmen
- Informationsressourcen aus dem WWW benützen, kritisch evaluieren.
- z.B. ein Instructional Design Portal für vertiefte Information zu Lerneinheiten, Pädagogik und Lerntheorien inklusive Evaluation
- Lernende einbeziehen als Tutoren, Peer-Support, Peer-Mentoring
- e-Portfolios anregen / unterrichten
- kritische Reflexion anregen
Institutionen:
- Digital literacy muss gefördert werden: ‹FIT Fluency in Information Technology›. Institutionen müssen Ziele formulieren für Digital Literacy, wie FIT werden, damit StudentInnen diese Kenntnisse für FITness erlangen können
- ermöglichen einen einfachen und angepassten Support für technologieintegriertes Lernen
- nehmen Angst vor technologie unterstütztem Lernen
- binden laufende Evaluationen ein, um schnelle Änderungen vornehmen zu können (S. 11.6)
- Expertentum muss entwickelt werden nicht nur im Bezug auf den Gebrauch von Technologien und die pädagogische Praxis, sondern um die Lernenden zu verstehen, wie sie Technik wahrnehmen
- Lernende einbeziehen in Design von Lernmaterialien, Spielen, als Tutoren, Peer-Support, Peer-Mentoring
FIT Fluency in Information Technology
(S. 11.3) ist imperative! FITness benötigt drei Arten von Wissen:
contemporary skills:
Die Fähigkeit, alltägliche Computerapplikationen zu benützen, Leuten ermöglichen, Informationstechnologien sofort zu benützen. Am Wichtigsten ist dabei: die Fähigkeiten ermöglichen praktische Erfahrungen, auf denen neue Kompetenzen aufgebaut werden können.
Foundational Concepts:
Prinzipien von Computern, Netzwerken und Information, welche die Technologie untermauern. Konzepte erklären das Wie und Warum der IT und geben Einsicht in ihre Möglichkeiten und Grenzen. Konzepte sind das Rohmaterial, um die Entwicklung von Informationstechnologien zu verstehen.
Intellectual capabilities
Die Fähigkeit, IT in komplexen Situationen anzuwenden und in den Kontext von IT einfliessen zu lassen. Diese Fähigkeit ermöglicht Menschen, das Internet zu ihrem Nutzen einzusetzen und mit unerwarteten Problemen umgehen zu können. Intellektuelle Fähigkeiten verlangen abstraktes Denken über Information und Manipulation.
Fakultäten, welche dieses Wissen und diese Fähigkeiten nicht besitzen, benötigen Unterstützung Richtung FIT, damit sie diese FITness in der Lehre und Forschung erreichen. Institutionen benötigen dazu die drei Fähigkeiten Bewusstheit, Kompetenz und Integration:
- Bewusstheit in Bezug auf das Lernen der StudentInnen, um ihre Lernbedürfnisse zu erfahren und welche Technologien sie abrufen können.
- Kompetenzen durch Weiterbildung ermöglichen, damit sie bereit sind für den Systemwechsel
- Integration resp. die Fähigkeit, Pädagogik, Lernen, Design, Technologie, Support und Regelungen in der Institution zusammen zu bringen.
Da Technologie, Pädagogik und Praxis sich schnell verändern, muss die Weiterbildung (professionelle Entwicklung in Bezug auf FIT) laufend fortgesetzt werden.
Um Kreativität der Fakultät und der Mitarbeitenden zu fördern, benötigen Institutionen Ermutigung und Unterstützung.



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