Pflegeblogs - Fenster in die Pflege

Pflegeblogs - Fenster in die Pflege

 



Pflege ist selbstverständlich im Hintergrund, fordert keine Anerkennung. Diese Haltung scheint bewusst oder unbewusst tief in der Pflege verwurzelt zu sein.

Aus: "Der Pflege eine Stimme geben" von Burnice Buresh und Suzanne Gordon, Huber Verlag 2006.

"in eigener Sache": lernundenter ist auf die Suche gegangen. Es hat uns interessiert, wie sichtbar der Pflegeberuf in Blogs (Weblogs) ist. Wir entführen Sie dazu in die USA, nach Canada, England und Australien. Wir zeigen die Recherche, Erkenntnisse und Konsequenzen im aktuellen Newsletter.

Der Newsletter auf lernundenter zum Download: PDF 524 KB.

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Bild: Blood & Chocolate von Bright Tal

The best way to learn to blog is to blog..

... hat George Siemens von elearnspace in seinem Beitrag
The Art of Blogging Part 2 im Dezember 2002 geschrieben.

Kim McAllister von Emergiblog, eine führende amerikanische Pflegebloggerin, führt Pflegefachpersonen ins Bloggen ein. Hier frei übersetzt und etwas gekürzt aus: How To Become A Nurse Blogtitioner

Haben Sie die medizinische Blogosphäre entdeckt und bemerkt, dass Nurses einen grossen Anteil daran haben? Sie sind Nurse, Blogging sieht interessant aus. Die Idee, ein Blog zu starten, geht Ihnen durch den Kopf. Doch Sie wissen nicht wie beginnen und - worüber zu schreiben. Nehmen Sie eine Tasse Kaffee, setzen Sie sich und ich erzähle Ihnen, was ich nach 16 Monaten bloggen gelernt habe....
  • Ihr tägliches Leben ist interessant: Sie brauchen nicht eine spezielle Pflegefachperson mit einer besonderen Qualifikation zu sein. Sie werden gleichgesinnte Menschen finden und solche, die nicht mit Ihnen einverstanden sind. Auf jeden Fall: die medizinische Blogosphäre ist eine Support-Gruppe.
  • Sie werden besser mit dem Berufsstress umgehen können. Sie werden Berufsfreude neu entdecken.

Wie beginnen:

  • Pflegeblogs lesen. Ein Gefühl bekommen, was und wie AutorInnen schreiben. Mit der Zeit werden Sie Ihren eigenen Stil entdecken. Sie werden jedoch viel Inspiration bekommen durch das Lesen der Blogs.
  • sich für eine Software entscheiden. Jede Software-Seite führt sie durch den Installationsprozess und wie Sie Das Layout Ihres Blog anpassen können.
  • dem Blog einen Namen geben. Es ist Ihr Blog, und es gibt keine Regeln. Seien Sie kreativ. Machen Sie den Titel einladend, humoristisch und nicht zu steif, dass die LeserInnen davon laufen.

  • erstes Posting schreiben. Und nun gratulieren Sie sich selbst. Sie sind eine Pflegebloggerin :-). Das nächste wird sein: Machen Sie einen Link. Verlinken Sie sich mit der Blogosphäre. Doch dazu weiter unten.
  • Was Sie jetzt brauchen: Leserinnen und Leser. Lesen Sie andere Blogs und schreiben Sie Kommentare. Bei den Kommentaren können Sie Ihre Unterschrift hinterlassen. Die oder der Blogger und andere LeserInnen klicken auf Ihren Namen und kommen auf Ihre Site und schauen sich auf Ihrem Blog um.
    Lesen Sie ein Posting, zu dem Sie inhaltlich etwas beitragen können, kommentieren Sie den Beitrag. Kommen Sie zurück auf den eigenen Blog und kehren den Kommentar in ein Posting um. Dann setzen Sie einen Link zu dem Posting auf dem anderen Blog, das Sie inspirierte. Ein Dialog zwischen Blogs erhöht die LeserInnenschaft.
  • Blogrolls: Setzen Sie Links auf Ihnen wichtige Blogs, Blogs, mit denen Sie zusammenarbeiten wollen, Blogs, die Ihnen gefallen, mit denen Sie selbst weiterlernen. Wenn LeserInnen / Blogger auf Ihrem Blog interessante Inhalte finden, werden Sie auf Ihren Blog verlinken. Je mehr Blogs auf Ihr Blog verlinken, desto besser wird er in Suchmaschinen gefunden werden.
  • Grand Rounds und Carnivals: Grand Rounds sind eine Sammlung (Compilation) von Links verschiedener Bloggers aus der gesamten medizinischen Blogosphäre. Ein Posting in einem Grand Round erhöht die Sichtbarkeit Ihres Blogs im Netz eindrücklich.
    Machen Sie mit bei Change of Shift: Im Unterschied zu Grand Rounds und Carnivals werden hier die Beiträge ausschliesslich von Pflegenden geschrieben und auf Blogs von Pflegenden verlinkt.
  • Patienten-Datenschutz hat oberste Priorität: Diskutieren Sie nie über einen bestimmten Patienten, verändern Sie Geschichten und demografische Informationen.
    Für Sie selbst: Entscheiden Sie, wie anonym Sie als Blogger(in) auftreten möchten. Ratsam ist, nicht den ganzen Namen auf das Blog zu setzen.

Kim McAllister's Schluss-Satz: Das Wichtigste ist zu beginnen und: Sie haben eine Stimme als Pflegende und als Person. Für die Nursing-Blogosphäre ist es eine Bereicherung, Sie zu hören.

Fachblog zu Palliativpflege

palliativpflege

Sibylle Kathriner von palliativpflege - begleiten bis zuletzt hat neu das Blog palliativpflege eröffnet.

Palliativpflege.twoday ist ein Weblog, das sich mit Hospizarbeit und Palliative Care auseinander setzt.

Sie finden:
  • Informationen und Grundlagen zu Hospizarbeit und Palliative Care
  • Interessante Fach- und Presseartikel
  • Links zum Recherchieren oder zum Stöbern
  • Informationen zu aktuellen und zukünftigen Fort- und Weiterbildungen

lernundenter: Wir freuen uns, dass dieses wichtige Thema von einer kompetenten Fachperson präsentiert und moderiert wird. Wir wünschen Sibylle Kathriner viel Erfolg, Besuche und gute Diskussionen im Blog.

Change of Shift

Change of shift, Volume one, Number two

Emergiblog mit einer Hommage an Pflegende. Sie hat Beiträge gesammelt, in welchen Pflegende ihre Arbeit, ihre Rollen reflektieren, sich auf Prüfungen vorbereiten oder wo ein Patient seine Erfahrung mit Pflegenden beschreibt.

lernundenter: Der Beitrag ist vom Juli 2006, ist jedoch sehr interessant und wie eine junge Pflegende in einem Kommentar schreibt:
Ich bin Lernende und am Entdecken aller Optionen für meine spätere Berufspraxis - Welche Art von Pflegefachperson möchte ich werden? - Danke für die Erinnerung.
Danke an Emergiblog, der Stimme für Pflegende.

Hier ist die neueste Ausgabe von Change of Shift - Volume One, Number Fifteen

Pflege - was ist das?

aus impactEDnurse.com

Auf der Suche nach Pflegeblogs resp. nach „Pflegestimmen“ im allgemeinen bin ich auf das ausgezeichnete Blog In Our Own Words - Medscape Nursing gestossen. Einführung

Die beiden Autorinnen des Blogs posten im folgenden Beitrag einige der 600!! e-Mail-Antworten von Pflegenden auf die Bitte zu beschreiben „Was tut Ihr und weshalb“ in Eurem Beruf:

Pflegende verschiedenen Alters, Ländern und aus Berufsbereichen wie Palliative Pflege, Hospiz, Geriatriepflege, Intensivpflege, Pflege in Gefängnissen, in ländlichen Gebieten, in Flugzeugen, SpezialistInnen für Wunden oder Infekte usw. berichten, was ihr Beruf ausmacht, über ihre Kompetenzen und wie sie ihren Beruf erleben.

Essenz:
The important things have stayed the same
„Care“, sorgen, das Interesse an Menschen, das Engagement für Patienten und Patientinnen ist das zentrale Merkmal durch alle Bereiche und Alter und Herkunft.

Endlich zu den Stimmen: In Our Own Words – What I do?

lernundenter: eine sehr schöne Lektüre zu den vielen Facetten des Pflegeberufes und berührende individuelle Geschichten aus der Geriatrie-, Palliativepflege, von „Angel“ einer 20-jährigen Frau mit Down-Syndrom und ein Bericht von der Begleitung der Eltern bei der Geburt ihres todgeborenen Kindes.

Bild aus impactEDnurse.com "What's in a name?"

Dear Nurses

Dear Nurses

ein Blog für junge LeserInnen, die sich vielleicht einmal für den Pflegeberuf entscheiden könnten: In einfachen Worten, mit Bildern werden Pflegesituationen, Hygienemassnahmen, Psychohygiene und auch Haltungsfragen beschrieben. Anatomie, Physiologie und Pathologie werden häufig in Bildgeschichten dargestellt. Es scheint, als ob die Bloggerin für sich im Schreiben und Zeichnen ihre Lernthemen repetiert und diese Resultate den Leserinnen präsentiert.

Frazzled Nurse


lernundenter: Das Niveau bezüglich Fachwissen ist für Pflegefachfrauen und -männer eher tief. Sympathisch ist die Individualität in den Bildern und Bildgeschichten. Kategorien fehlen für eine Übersicht auf die Blogthemen. Man/frau informiert sich visuell abwechslungsreich zur Pflege.

Bild: Frazzled Nurse

Blogs als Fenster in und für die Pflege

rinaa von apropos hat in ihrem Beitrag "Hand in Hand" vom 12.11.2006 weiter reflektiert zu Nursing Blogs.
"Vielleicht bloggen Pflegende weniger, weil sie an die Schweigepflicht gebunden sind.“
Ihre Ergänzung ist sehr wichtig. Schon fast zu selbstverständlich ist es mir, dass ich es nicht erwähnte, und ich möchte hier nachholen und rinaa danken :-)

Die Sprache finden für Pflege: Dass Pflegende sagen, was sie tun, gibt der Pflege mehr wert.

Mein zentrales Postulat für Blogs wird deutlich im Beitrag von Christina Orlovsky, RN.com: Trends in Nursing: Nurse Blogs Provide Window into the Profession

Die Autorin schreibt über das Spektrum von Nursing Blogs, über ein konkretes Beispiel einer Pflegeausbildungsinstitution (Johns Hopkins University School of Nursing in Baltimore, Maryland), welche Blogs während der Ausbildung ermöglichte. Sie zitiert am Schluss HypnoKitten von medioblogopathy:
"Allowing people to learn about nursing blogs is a step in the right direction to increasing public awareness about the nursing community".

Blogs sind ein Beitrag zur Pflegecommunity im Internet, wo Pflegende ihre Geschichten teilen können, wo Studierende Ressourcen spezifisch für Pflege finden.
Blogs sind ein Beitrag für eine spätere Generation von Lernenden.
In diesem Beitrag wird auch betont (wieder von Hypnokitten), dass BloggerInnen nie ihren Namen, ihren Ort, Spital oder Informationen über PatientInnen preisgeben.
Geena und Hypnokitten, zwei erfahrene Bloggerinnen glauben, dass Blogs das Potenzial haben, anderen Menschen zu zeigen, was Pflege wirklich ist.

mehr bei:

Blogs von Pflegeprofis 3

Es geht weiter mit der Suche nach französischsprachigen und englischsprachigen Blogs von Pflegeprofis. Ich fand 1.110.000 Ergebnisse für ‹blogs infirmiere› und 5.980.000 für ‹nursing blogs›

Zusammenfassend meine Eindrücke. Sie sind keineswegs repräsentativ, eine Diskussion darüber würde mich sehr freuen:

  • Fachrichtung: In den USA habe ich spontan mehrere Blogs von Pflegenden gefunden, welche in Intensivstationen arbeiten.

  • Psychohygiene: Humor ist ein wichtiges Element (nicht nur in Intensivstationen).

  • Reflexion: Bei Lernenden scheint ein Blog in erster Linie Reflexionsinstrument zu sein. Student Nurses schreiben über ihre Erfahrungen, teilen sie mit anderen.

  • Pflegende / Mütter: Ich fand häufig eine Kombination Pflegende / Mütter von Babies, damit eine Verbindung zwischen Fachblog und privatem Tagebuch.

  • Abkürzungen: Abkürzungen von Fachausdrücken sind für Anderssprachige nicht immer nachvollziehbar. Ich musste oft nachsehen im Netz, fand jedoch auch einfach die passende Interpretation.

  • inhaltliche Qualität: ein breites Spektrum von Reflexion bis zu Fachbeiträgen mit weiterführenden Verlinkungen zum vertieften Lernen oder Blogs mit kleinen Quizzes.

  • Wer schreibt? Unter meinen Funden ist ein einziges Männerblog (Australien). Ich vermute, dass auch in den USA mehrheitlich Frauen den Pflegeberuf wählen. Immerhin ist die weibliche Medienkompetenz erfreulich :-)


Machen Sie sich selbst ein Bild. Zuerst finden Sie zwei Portale, anschliessend mehrere Nurses Blogs.


ein Blog, auf welches viele andere Blogs verweisen. Medioblogopathy bietet eine Riesenanzahl Nurses Blogs und Students Blogs, Links zu Bildung, Ausbildung. Blog des Monats Oktober ist R_n Four Your Life, Diary of a Nursing Student (amüsant, kurzweilig, nicht nur textlastig). Mediblogopathy ist eine empfehlenswerte Einstiegsseite zu Pflegeblogs.


Portal für Zeitschriften, Newsletters und Blogs für Pflegefachpersonen, ein guter Ausgangspunkt für alle Pflegethemen inklusive Geschichte der Pflege.


nurse + blog = pixelrn. Wenn sie Pflegesituationen beschreibt, verlinkt sie zu theoretischen Hintergründen. Sie ist gesundheitspolitisch interessiert und engagiert. Das Blog ist wohl textlastig, jedoch häufig in der direkten Rede geschrieben und mit Verlinkungen zu Hintergründen sehr interessant: menschlich und fachlich.


Weblog von Heather Keys mit ihren Reflexionen zu ihrer Ausbildung, stimmigen Beiträgen z.B. The Only Ones Who Can. Der letzte Beitrag ist leider vom 30.9.2006. Wünschenswert, sie schriebe weiter :-)


in ihrem Blog Emergiblog hat Kim, eine Pflegeperson mit vielen Jahren Berufserfahrung zu Blogs von Nurses recherchiert. Ihr Ziel ist Pflegende zu ermuntern, sich an der ‹Medizin/Pflege/Patienten/Blogosphäre› zu beteiligen. Hier finden Sie eine Auswahl aus ihrer Sicht. Empfehlenswert.


In diesem Blog werden Geschichten erzählt, Erfahrungen aus der Pflege geteilt. Jedermann kann einen Beitrag schreiben. Sehr gut ist, dass Abkürzungen, Fremdwörter und Fachausdrücke definiert und erklärt werden. Das Blog ist eher textlastig.



Blog einer Quereinsteigerin, jetzt überzeugte Studierende und Nurse. ein Blog mit Bildern und kürzeren Einträgen, interessant zu lesen. Gute Leads locken zum Lesen. Die Autorin schreibt für den Leser, die Leserin, stellt kritische Fragen und blendet die nötige Psychohygiene im Pflegeberuf nicht aus.


stellt vor allem Personen, Lehrende, StudentInnen vor. Eindruck: etwas trocken, langweilig, Inhaltlich bietet das Blog eher wenig.


Tatjana Mik bloggt schon seit 2002: ein Pflegefachblog mit Podcasts, vielen Links und aktuellen Beiträgen. Interessant sind Quizzes zu verschiedenen Themn aus ‹NCLEX Study questions›. Sie verlinkt Fachausdrücke direkt mit Wikipedia oder anderen weiterführenden Sites. Sie erzählt Geschichten und führt Interviews. Ich empfehle einen Besuch.


ED = Emergency Department = Intensivstation. Blog von Jan Miller, Pflegefachperson mit 20-jähriger Erfahrung aus Canberra, Australia. Aus about: impactednurse.com is dedicated to those very special people who work in the world of emergency medicine.
Anderswo gelesen: impactednurse.com is a site dedicated to the human side of emergency department nurses and provides a catalyst for discussion of topical issues affecting us all

Seine Absichten (übersetzt): ein Mix aus Reflexionen, Tutorials und Artikel. Sie sollen bilden, Introspektion anregen, informieren und amüsieren. Sie werden offeriert in der Hoffnung, Pflegefachpersonen zu inspirieren, über ihre Praxis nachzudenken, letzte Forschungsresultate und Praxisrichtlinien zu entdecken, um ihr Wissen zu vertiefen und ihre Pflegequalität zu verbessern.

Empfehlenswert sind Reflexionen reflective practice, Fachinformationen the nurses desk und nicht zu vergessen für Intensivstationen Humor, um Abstand zunehmen: the the funny bone. Auch der Autor nimmt sich selbst nicht zu ernst. Ausserdem ist dieses Blog gut gemacht (Teasers und weiterführende Information nach Bedarf, Bildmaterial. Dort gefunden: Free hugs (Film auf youtube).



deutschsprachige Blogs von Pflegeprofis 2

Fast vergessen:

ein ehemaliger Pflegeprofi schreibt ein wichtiges deutschsprachiges Bildungsblog

Ein sehr empfehlenswertes Blog von einem ehemaligen Pflegefachmann ist Lernpfade. Pit Meurers Blog ist meine wichtige Fundgrube für praxisbezogenes Lehren und Lernen mit neuen Medien und für immer neue Entdeckungen zum Ausprobieren und Verfolgen. Aus seinem About:

Ich habe eine Ausbildung zum Krankenpfleger gemacht und nach ein paar Arbeitsjahren Erziehungs-, Medien- und Informationswissenschaft studiert. Zweieinhalb Jahre arbeitete ich in Düsseldorf am Lehrstuhl für Informationswissenschaft als Wissenschaftlicher Mitarbeiter. Danach folgten Jahre an einer Schweizer Hochschule im E-Learning Bereich. E-Learning macht mir immer noch Spass und so nutze ich mein Blog, meine Erkundungen im Web zu protokollieren und interessierten Kolleginnen und Kollegen Anlässe zu geben, mir durch ihr Feedback Korrekturen, Anregungen und Kritik mitzuteilen.

lernundenter: Lernpfade schreibt nicht über Pflege direkt am Bett, jedoch über Bildung und den Einsatz von neuen Medien auch im Gesundheitswesen.
Lehrerinnen im Gesundheitswesen: unbedingt Feed abonnieren!

Blogs von Pflegeprofis

Nurse-Blogs, Blogs von Pflegefachpersonen, Krankenschwestern, infirmières

Ich habe mich bei Google auf die Suche gemacht nach Weblogs von Fachpersonen im Pflegebereich. Kurz zusammengefasst: ich bin begeistert von der Blogging-Aktivität amerikanischer Pflegenden. Das Spektrum reicht vom Tagebuch zu persönlicher Berufsreflexion bis zu eigentlichen Pflegefachblogs. Eine deutschsprachige Pflegeblogosphäre ist sozusagen nicht vorhanden. Doch: was nicht ist, kann (muss) noch werden!
Und: meine Recherche ist natürlich unvollständig. Ich freue mich über Funde von Ihnen.

Eine kleine Tour d'horizon und Mini-Auswahl in aufeinanderfolgenden Beiträgen. Beginnen wir mit deutschsprachigen Blogs:

Ergebnisse: 24 für "weblog pflegefachpersonen" und 41 für "weblog pflegefachfrau pflegefachmann"

4 Resultate stammten jeweils von lernundenter selbst :-). Ausser Stelleninseraten fand ich kein Blog.

Gefunden:

edithrina alias Rinaa schrieb zwei Beiträge über Pflegefachpersonen. Ob die Autorin Pflegefachperson ist, wird nicht ersichtlich. Sie war eine begeisterte Cyberhelvetia zu Zeiten der Expo 2002. Pflegeprofi ja oder nein: auf jeden Fall ein Blog für die Sinne, das Wohlsein, zum Nachdenken, farbig, vielseitig. Auf meiner Suche nach Blogs von Pflegefachpersonen lasse ich ihn nicht vorbeiziehen. Schauen Sie doch hinein in apropos.

Ergebnisse: 68'500 für "weblog krankenschwestern" und 186.000 Seiten für "blogs krankenschwestern"

Die Resultate bei der Recherche sind erschreckend. Ich fand Geschichten mit ‹sich verkleiden als Krankenschwester‹, ‹sexy Krankenschwester›, ‹Töpfe leeren› und ähnliches. Bestenfalls Kurznachrichten verschiedener Medien, in denen die Bezeichnung ‹Krankenschwester› noch in einem realistischen Bezug war. Spiegelt sich darin das Bild der ‹Krankenschwester› in den Medien (Volksmund, Bevölkerung)? Nach dieser Erfahrung: nochmals ein Plus für die neue Berufsbezeichnung in der Schweiz ‹Pflegefachfrau› und ‹Pflegefachmann›.

Auf den ersten Blick ein Blog ausschliesslich für Weiterbildungsteilnehmende oder für die Aquirierung von Interessierten. Unter Theorie gibt es Interessantes zu Anästhesie, Pharmakologie, Abschlussarbeiten und wichtige Bildungslinks.

drei Pfleger und ein Arzt aus Deutschland mit einem Blog zu Anästhesie, Intensivpflege. zwai hat ein Forum, in welchem zu den Beiträgen diskutiert werden kann. Aus der Site:
zwai hilft, mit aktuellen Meldungen, interessanten Fachartikeln und praxisnahen Informationen den Überblick auf der Intensivstation und in der Narkoseabteilung zu behalten. Im Forum lassen sich drängende Fragen beantworten und Meinungen unter KollegenInnen austauschen. Linklisten ebnen den Weg zu relevanten Seiten rund um unser Fachgebiet. Literatur-Tipps helfen, das Bücherregal nicht nur voll, sondern auch sinnvoll bestückt zu bekommen. Und zu allem Überfluss soll auch Spaß machen.

Freuen Sie sich auf den nächsten Beitrag: ich wurde bedeutend fündiger in den USA!