Geriatrisches Assessment

Geriatrisches Assessment

Das sog. Comprehensive Geriatric Assessment (CGA) ist eine multidisziplinäre Evaluation, bei der multiple Probleme und Einschränkungen des älteren Menschen aufgedeckt, beschrieben und erklärt und möglichst Stärken beschrieben werden sollen. Damit können fokussiert benötigte Hilfestellungen veranlasst werden.

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an einem Krebsleiden zu erkranken. Das Leukämie-Kompetenznetz beschreibt auf der Seite ‹Elderly Patienten - Geriatrisches Assessment›, mit welcher Herangehensweise diese Menschen mit ihren Leiden systematisch erfasst werden können. Nach dem Hintergrund und der Definition folgen die Instrumente, die in der Medizinischen Klinik des Universitätsklinikums Freiburg angewandt werden:

  1. Quality of Life Fragebogen: QLQ-C30
  2. Barthel Index
  3. Index der Instrumentellen Aktivitäten des täglichen Lebens (IADL)
  4. Mini-Mental-State-Examination
  5. Geriatrische Depressionsskala (GDS) - Kurzform
  6. Up-and-Go Test
  7. Komorbiditäten
  8. Performance Status (Karnofsky-Index, ECOG)

Nach jedem Instrument gibt es Literaturquellen und am Schluss die Fragebogen zum Download: Geriatrisches Assessment bei Patienten >60 Jahre mit MDS/AML (Stand 2007) (PDF 137KB)

lernundenter: empfehlenswert für Pflegefachpersonen und Angehörige. Diese Komplexität im Hinterkopf zu haben, ist nicht nur bei PatientInnen mit Krebsleiden wichtig, sondern beim Begleiten von älteren Menschen (spitin und spitex) generell.

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Blooming Butterfly - Bloom's Taxonomy Poster

eine andere Art, sich die Bloom's Taxonomien zu merken:

Bloom’s Taxonomy Poster for Elementary Teachers

Blooms Taxonomy Poster

 

Download (Creative Commons Lizenz) auf der Website.

Ein kurzer  Überblick auf Bloom's Taxonomien und ein Link auf das Wiki "Emerging Perspectives on Learning, Teaching and Technologies" mit vielen Hintergründen: Bloom's Taxonomy

Weitere Links zu Bloom's Taxonomien und anderen theoretischen Ansätzen finden Sie auf lernundenter

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Medizin des Alterns und des alten Menschen

Geriatrische Syndrome – eine diagnostische und therapeutische Herausforderung (PDF 84,7 KB)

Eines von 19 PDFs zum Gratis-Download bei ‹SpringerLink›. Es sind Kapitel aus dem Buch ‹Medizin des Alterns und des alten Menschen›, Renteln-Kruse, Wolfgang von (Hrsg.) 2. Auflage 2009, zum Download.

lernundenter: sehr empfehlenswert, Lernen zu wichtigen Themen (Grundlagen, verschiedene geriatrische Syndrome und Geriatrisches Management).

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Pflegewissenschaft an Medizinischen Fakultäten

Pflegewissenschaft an Medizinischen Fakultäten - eine Notwendigkeit (PDF 460 KB)

Referat von Sabina de Geest PhD, RN, FAAN, FRCN, Institut für Pflegewissenschaft Basel und Prof. André P. Perruchoud am 21.11.2009 in Berlin.

Themen:

was erwartet uns?

  • demografische Entwicklung mit immer mehr älteren Menschen
  • steigende globale Krankheitsbelastung aufgrund chronischer Erkrankungen (eindrückliche Graphik auf Folie 5)
  • 20/80 Dreieck: 80% = Fördern von Patientenmanagement, ADL/IADL, Stürze, Inkontinenz Selbstversorgung, Adhärenz, Patientenpräferenzen, Gesundheitskompetenz, Symptommanagement
  • Mangel an Ärztinnen und Ärzten 

Beitrag der Fakultäten

  • Bologna echt implementieren, verschiedene Tracks, früher in die Praxis, Bachelor eine Chance, ein Abschluss
  • Neue ‹Produkte› - neue akademische Berufe

Beitrag der Pflegewissenschaft

  • Fokus ist die Praxis und die Front: chronisch Kranke und ihr Umfeld, Advanced Nursing Practice (ANP (Folie 15)
  • Zusammenarbeit von ÄrztInnen und Advanced Practice Nurses: gleiche Kernkompetenzen aber spezifische Schwerpunkte, Interprofessionelle Ausbildung, Paradigma wechsel in den Curricula
  • Folie 17: 5 Kernkompetenzen für Gesundheitsberufe: Patientenzentrierte Versorgung, Beteiligung und Zusammenarbeit, Qualitätsentwicklung, Informations-/Kommunikationstechnoogie, Public Health Perspektive für die Gesundheitsverdorgung der Bevölkerung (Chronische, geriatrische Krankheiten), Vorstellen von Studien zu Adhärenz

was tun wir?

  • Bologna als eine Chance angehen, neuer Aufbau des Studiums, Bachelor als Abschluss
  • Neue akademische Berufe, Pflegewissenschaft an den medizinischen Fakultäten etablieren

Weitere Schlagwörter: FAME (Federal Study of Adherence to Medications), geriatrische Syndrome, ADL/IADL Aktivitäten des täglichen Lebens / instrumentelle Aktivitäten des täglichen Lebens. Die Präsentation gibt es auch unter diesem Link.

lernundenter: interessantes Referat über die Wichtigkeit der zukünftigen Zusammenarbeit von ÄrzInnen und Pflegefachpersonen. Beeindruckt hat mich auch das 20/80 (siehe oben).

Es stellt sich die Frage, ob beim Mangel an ÄrztInnen auch der Mangel an Pflegefachpersonen thematisiert wurde?

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Wie sterben | comment mourir?

Wie sterben?

Fragen und Antworten aus anthroposophischer Sicht.

Besuch am Grab
 

Die übergeordneten Themen sind Sterben, Angehörige, Sterbebegleitung, Todesfall, Suizid, Anthroposophie mit jeweils Unterkategorien. Immer wieder werden konkrete Experten und Expertinnen benannt.

Die Links sind thematisch gegliedert in: Informationen zu Tod und Sterben, Bestattung, Anthroposophische Medizin, Pflege, Therapie und Ausbildung, Anthroposophische Spitäler, Alters- und Pflegeheime, Pharmazeutische Unternehmen mit anthroposophischer Grundlage, Anthroposophie in der Schweiz, Anthroposophie international. Die Links sind entweder kurz beschrieben oder mit vollständigen Adressen versehen.

Die Website wird vom Verein Forum für Sterbekultur in Arlesheim (Schweiz) getragen.

Das Angebot gibt es ebenfalls auf französisch: comment mourir?

Ein Linktipp für an anthroposophischer Pflege interessierte Fachpersonen: APIS / SAES - Verein Anthroposophische Pflege in der Schweiz

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Ethics of imperfection

Walking a mile in their patient's shoes: empathy and othering in medical student's education

accept that we are all wounded, all imperfect, and we all share our difference from each other with each other. S. 8

Walking a mile in their patients shoes
Review von Johanna Shapiro, Departement of Family Medicine, University of Carlifornia, Irvine - School of Medicine, Irvine, California, USA (12.3.2008) für PEHM (Philosophy, Ehics, and Humanities in Medicine).

 

Eine der wichtigsten Aufgaben von Fachpersonen im Gesundheitswesen ist das Beibehalten und Fördern von Empathie gegenüber Patienten und Patientinnen. Forschungsergebnisse zeigen, dass Empathie während der Ausbildung eher ab- als zunimmt. Diese Arbeit schlägt die Notwendigkeit eines erkenntnisorientierten Paradigmas vor, das Studierenden hilft, Toleranz für ‹Imperfection› (Unvollständigkeit) für sich selbst und andere zu entwickeln, geteilte emotionale Verletzlichkeit zu akzeptieren und gleichzeitig die Existenz von Verschiedenheit anzuerkennen.

Inhalte der Arbeit:

  • Empathie wird als Schlüsselkompetenz, als Teil von Professionalität (Accreditation Council for Graduate Medical Education) für Gesundheitsfachpersonen betrachtet. Trotzdem zeigen evidenzbasierte Quellen, dass Empathie wärend der Ausbildung abnimmt. Studierende distanzieren sich vom kranken Gegenüber.
    Wahre Empathie gegenüber PatientInnen zu kultivieren, scheint komplizierter und schwieriger durch Training beeinflussbar zu sein.
    Die Autorin postuliert, dass tiefliegende Wurzeln, symbolisch über Krankheit und Tod zu denken und was Kranke und Gesunde unterscheidet, Barrieren bilden und den Ausdruck von Empathie verunmöglichen. Sie denkt, dass es komplementäre und kreative Wege im Unterricht benötigt, die die ‹nebulöse› und oft angsterzeugende Grenze zwischen Fachperson und PatientInnen neu beleuchtet.
  • kulturelle, philosophische und soziale Komponenten: Osten / Westen, moderne Medizin, in welcher Angst und Verletzlichkeit keinen Platz haben, Patienten sind eher Objekte und Aufgabe als Wesen, die man/frau kennenlernen soll
  • ‹Othering› in Verbindung zu Gesundheit und Krankheit.
    Der Begriff ‹Othering› engl. other, (andersartig) bezeichnet die Differenzierung und Distanzierung der Gruppe, der man sich zugehörig fühlt (Eigengruppe), von anderen Gruppen. Quelle: Wikipedia
  • Othering der kranken Person
  • Suche nach komplementären theoretischen Zugängen, um Empathie zu fördern
  • Ethics of imperfection (David Morris): Akzeptanz der limitierten Kontrolle, die wir im Leben haben. Menschen müssen lernen, Verletzlichkeit zu akzeptieren. Es bedeutet ebenfalls, Gedanken von Philosophen wie Ricoeur, Buber und Levinas zu integrieren: Menschen sind gleichzeitig fähig und verletzlich. Selfhood and Otherness (eigene Persönlichkeit und das Anderssein) können nicht getrennt betrachtet werden)
  • Konsequenzen für eine Einbindung von ‹Ethics of Imperfection› in die Bildung: Zusätzlich zu positiven Rollenmodellen (die den grössten Einfluss auf das Lernen von StudentInnen haben) sollen in einem Curriculum fokussiert werden: Selbst und Andere, Umgang mit schwierigen Emotionen speziell Angst, Ängstlichkeit, das Bedürfnis, sich von Tod, Zerfall zu distanzieren und das Annehmen und der Umgang mit medizinischen Grenzen
  • Methoden: reflektive Praxis, kleine Diskussionsgruppen, Interaktionen mit PatientInnen, die auf den Patienten, die Patientin als Lehrer/Lehrerin fokussieren und nicht nur auf die Symptome der Krankheit, sondern auf das subjektive Erleben der Krankheit, Studium der Philosophie wie Ricoeur, Buber und Levinas. Diese Themen sollten nicht nur am Rande thematisiert, sondern ins Zentrum der Ausbildung gestellt werden.
  • Im grafischen Modell ‹Helping sick other› stellt sie professionelles unprofessionellem Verhalten gegenüber.
  • Die Zusammenfassung ist sehr ausführlich. Kernpunkte sind:
    Imperfektion mit Toleranz, Mitgefühl and Anerkennung zu lernen und zu akzeptieren verlangt die Fähigkeit, Beide (Patient und sich selbst) mit frischen Augen, ohne vorgefasste Ideen, mit Neugier und ‹Caring› zu sehen. Sie verlangt Präsenz mehr als Urteil. ‹Ethic of Imperfection› könnte uns helfen, Gemeinsamkeiten mit Leiden Anderer zu erkennen und zu entdecken, mehr als abzuwehren und davor zu flüchten.

lernundenter: ausgezeichnete Arbeit, ausführliches Literaturverzeichnis. Die grafische Darstellung des Modelles vereinfacht das Verstehen. Das Modell der ‹Ethik der Unvollständigkeit› ist hilfreich für die eigene Haltung. Die abschliessenden Gedanken der Autorin fassen eindrücklich zusammen, was die Auseinandersetzung mit ‹Ethics of Imperfection› verlangt und ermöglicht.

Tags: Empathie, Ethik, Ethics of imperfection, Pflege

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Elektronische Pflegedokumentation in der Praxis

Gerne publizieren wir dieses interessante Weiterbildungsangebot

Elektronische Pflegedokumentation in der Praxis – bleibt alles anders?

Das Interesse an elektronischen Pflegedokumentationen ist hoch. Ihr Einsatz in der Pflegepraxis nimmt zu. Die Spannbreite der Abbildung des Pflegeprozesses, der Verknüpfung mit Leistungserfassungssystemen und die Integration in Klinikinformationssysteme ist gross.

Folgende Fragen werden diskutiert:

  • Wie funktionieren die Systeme in der täglichen Praxis?
  • Wer profitiert davon?
  • Welchen Nutzen bringt das für Patientinnen und Patienten?
  • Wie verändert sich die Pflegepraxis?
  • Welche Konsequenzen werden daraus für die weitere Entwicklung der Systeme und der Praxis gezogen?

Für wen die Tagung gedacht ist:

Pflegefachpersonen aus dem Management, Controlling und der Pflegeentwicklung; Qualitätsverantwortliche; Bildungsverantwortliche; Pflegefachpersonen die Elektronische Pflegedokumentationssysteme in der Praxis anwenden oder sich dafür vorbereiten wollen; IT Firmen mit Softwarelösungen für das Gesundheitswesen

Praxisreferate aus verschiedenen Schweizer Spitälern bieten eine Plattform für fachliche Diskussionen mit Expertinnen und Experten.

Die Tagung findet am 16.3.2010 im WE'G Weiterbildungszentrum für Gesundheitsberufe, Aarau statt.

Detailprogramm (PDF)

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kompetent, sichtbar wertschöpfend

‹Pflege – kompetent, sichtbar, wertschöpfend›

Der Begriff ‹Wertschöpfung› fällt immer wieder in den Bereichen wie Betriebswirtschaftslehre, Finanzwirtschaft oder Volkswirtschaftslehre, zunehmend aber auch im Gesundheitswesen. Im Rahmen unserer Fachtagung werden wir der Frage nachgehen, ob Pflege ‹nur› als Unterstützungsprozess von medizinischen Wertschöpfungsprozessen gesehen werden kann oder gar einen eigenen wertschöpfenden Anteil hat. Dies möchten wir gerne mit Ihnen zu ausgewählten originären Pflegethemen diskutieren. Hochkarätige Referierende werden in ihren Vorträgen die Attribute ‹kompetent“, ‹sichtbar› und ‹wertschöpfend› aufgreifen und konkretisieren. Im Anschluss an die Vorträge werden die Inhalte der Referate in verschiedenen Workshops vertieft und diskutiert.

Fachtagung am 16. März 2010 am Weiterbildungszentrum Universität St.Gallen (Executive Campus HSG).

Details: Flyer inkl. Anmeldetalon 

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Patientenverfügung nach der Diagnose Krebs

Patientenverfügung nach der Diagnose Krebs

Patientenverfügung nach der Diagnoe Krebs
Zum Welt Hospiz und Palliative Care-Tag vom 10.10.2009 lancierte die Krebsliga die Patientenverfügung speziell für Krebskranke. 

Die Patientenverfügung beginnt allgemein und thematisiert anschliessend konkrete Themen und den Umgang mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen und Fragen.

Sie stellt nicht nur Fragen, sondern gibt Beispielantworten. Die Sprache ist einfach und konkret.

Es ist schwer, eine Patientenverfügung auszufüllen. Am Anfang der Patientenverfügung wird darauf hingewiesen, dass dies in mehreren Etappen geschehen kann. Die Wegleitung führt in die Patientenverfügung ein und begleitet das Ausfüllen mit Hinweisen bei allen Themen.

lernundenter: einzelne Themen, Kontaktadressen und weiterführende Quellen beziehen sich auf die Krebskrankheit. Abgesehen davon betreffen diese Fragen jeden Menschen unabhängig von einer bestimmten Krankheit.

Weiterführend:

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‹Just A Nurse›

‹Just a Nurse›

Just a Nurse

Die bekannte amerikanische Journalistin und Autorin Suzanne Gordon bloggt. Auf dem Poster und im Video unter Lectures & Workshop zeigt sie die Facetten der Pflege auf und motiviert Pflegefachpersonen, der Öffentlichkeit lautstark zu sagen, was sie alles sind und tun.

Im Blog präsentiert Suzanne Gordon ausserdem Interviews, Projekte, Bücher und Theaterstücke über Pflege.

Suzanne Gordon ist der deutschsprachigen ‹Pflegewelt› bekannt durch ihr Buch ‹From Silence to Voice: What Nurses Know and Must Communicate to the Public›, beschrieben in unserem Dossier Pflegeblogs - Fenster in die Pflege unter Literatur. Dort finden Sie auch Links zu Rezensionen und die deutsche Ausgabe ‹Der Pflege eine Stimme geben›.

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