Die vergessene Zukunft?

smart)region(

Alternsgerechtes Arbeiten in innovativen Regionen.

Europas Belegschaften altern – ein Veränderungsprozess, der Beschäftigte, Unternehmen, den Arbeitsmarkt und die Politik vor neue Herausforderungen stellt. Im Projekt Smart Region wurden innovative Maßnahmen zum erfolgreichen Umgang mit den künftigen Anforderungen entwickelt.

Das Projekt ist abgeschlossen. Aktives Lernen von Hintergrundinformationen und mit Tests bietet die CD (online) immer noch:

‹Die vergessene Zukunft - The forgotten future› - Ein Leitfaden zu alternsgerechtem Arbeiten, deutsch und englisch.

Die Themen sind einzeln oder fortlaufend zu bearbeiten:

  1. Europa altert
  2. Arbeitsfähigkeit
  3. Age Management
  4. Was kann ich tun
  5. Wer hilft mir?

Im Text kann direkt bei den Begriffen (in Farbe) ein Glossar angeklickt werden. Sie können vor und rückwärts blättern in den Seiten, haben Zugriff auf Quellen und in ein thematisch gegliedertes Archiv (PDFs). Jede Seite kann ausgedruckt werden. Die CD auf Flashbasis ist ohne Ton.

Für die Interaktivität gibt es Tests:

  • ‹Altersstrukturanalyse› für den eigenen Betrieb mit Auswertung
  • Impuls-Test ‹Stress sichtbar machen› mit Auswertung und Downloadmöglichkeiten von anderen Websites.
  • Checkliste Zukunftsfähigkeit

Interessante Links zu Checks und Arbeitsinstrumenten:

und Links zu Netzwerken und Forschungsinstitutionen. Die letzte Seite der CD gilt Argumenten ‹Pro Ältere›.

lernundenter empfiehlt das Lernen mit der CD Allen zum Einlesen und Sensibilisieren für das Thema Demographischer Wandel.

Sicherheit in der Pflege

Sicherheit bei der peripheren Venenpunktion


Firma B. Braun

Firma B. Braun bietet ein dreiteiliges Online-Lernprogramm, ein sogenanntes "Knowledge-Snack" zum Legen einer Venenverweilkanüle.

Lerninhalte:

  1. Einsatzbereiche
  2. Vorbereitung der Venenpunktion
  3. Punktionsorte
  4. Wahl der richtigen Venenverweilkanüle
  5. Punktion in 4 Schritten
  6. Fixierung des Katheters
  7. Beenden der Venenpunktion


lernundenter: gut gemacht, abwechslungsreich mit zwei Stimmen (eine weibliche Stimme für die Führung durch das Programm, eine männliche Stimme für den Inhalt!). Zwischendurch gibt es kurze interaktive Lernkontrollen (jeweils eine Frage). Nur bei richtiger Beantwortung kann im Programm weitergelernt werden. Am Ende der drei Einheiten kann der ganze Ablauf der Venenpunktion nochmal gesamt und als Film betrachtet werden. Und: Sie können den AutorInnen ein Feedback geben. Dazu findet lernundenter: ideal für die Offline-Repetition wären Druckausgaben der Inhaltsseiten.

Herzlichen Dank an Careum Explorer - Audiovisuelle Dateien für den Hinweis auf dieses Angebot in ihrem letzten Newsletter.

Firma Braun macht im Lernprogramm aufmerksam auf:

Set von Infusion Safety zum Bestellen

Suizid im Alter

Suizid im Alter (.mp3)

Herbst 

Wenn ältere Menschen nicht mehr leben wollen. Immer mehr ältere Menschen in Deutschland scheiden freiwillig aus dem Leben. Nach jüngsten Statistiken tötet sich alle zwei Stunden ein Mensch über 60 Jahren selbst. Viele wählen dabei rigide Methoden, die keinen Weg zurück ins Leben zulassen. Sie haben sich fest für den Suizid entschieden - weil Einsamkeit und Trauer zu groß sind oder die Angst vor Siechtum und Abhängigkeit über den Lebenswillen siegt. Psychologen und Mediziner erforschen jetzt die Motive der Älteren und entwickeln Ansätze für die Prävention.

Podcast des SWR2-Radio. Es sprechen Betroffene, Psychotherapeuten, Pflegende. Betont wird die Wichtigkeit, dass sich Mitarbeitende in Institutionen mit dem Tod auseinandersetzen.

lernundenter: eine informative Sendung, abwechslungsreich durch die verschiedenen Interviewstimmen. Sehr schön sind die kurzen Auszüge aus dem Buch von André Gorz ‹Brief an D› (Leseempfehlung) . Er und seine Frau begingen 2007 gemeinsam Suizid.

Durch den Podcast sind wir auf das Hamburger Therapiezentrum für Suizidgefährdete aufmerksam geworden. Dort finden Betroffene und Angehörige direkte Ansprechpersonen, lokale Adressen und OnlineInformationen zum Thema Suizid. Unter ‹Information› gibt es Baustellen respektive leere Seiten.

Daten und Fakten zu Suizid in Deutschland und international sind interessant. Wir empfehlen die weiterführenden Links mit Download und Broschüren. Einige Beispiele:

komplexe Medikamentenregime - wie einhalten?

Bewältigung komplexer Medikamentenregime bei chronischen Erkrankungen – Herausforderungen aus Sicht chronisch Kranker (PDF 613 KB)

 

Medikamente
Jörg Haslbeck aus der Veröffentlichungsreihe des Instituts für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld (IPW). Die Arbeit beschäftigt sich mit der Medikamenteneinnahme aus Sicht der Betroffenen.

 

„… An manchen Tagen, da nehme ich das und irgendwann habe ich mich dann [gefragt]: ‚Habe ich denn meine Medikamente genommen oder habe ich sie nicht genommen?‘ Da wusste ich es auch nicht mehr …“

Wer selbst schon nur für wenige Tage regelmässig Medikamente einnehmen musste, hat die Erfahrung gemacht, dass das Einhalten dieses Regimes gar nicht so einfach ist. Die Einnahme geht vergessen. Es treten Nebenwirkungen auf. Die Motivation zur Einnahme sinkt, usw...

Forschungsfragen sind:

  • Wie wirken sich komplexe Medikamentenregime aus Sicht chronisch Kranker im Alltag aus?
  • Welche Probleme und Herausforderungen werfen sie in den unterschiedlichen Phasen des Krankheitsverlaufs auf?
  • Mit welchen Selbstmanagementstrategien antworten chronisch Kranke und ihre Angehörigen darauf? Welche Schwierigkeiten stellen sich ihnen dabei?
  • Welche Interventionserfordernisse lassen sich daraus ableiten? Welche (professionelle) Unterstützung benötigen chronisch Kranke, um das Medikamentenregime im Alltag bewältigen zu können?

Einige Problempunkte

  • am Anfang erhalten Betroffene häufig zu wenig Informationen, da das Krankheitsgeschehen im Vordergrund steht
  • Medikamenteneinnahme: Medikamente gehen häufig vergessen. Betroffene erzählen ihre Strategien gegen das Vergessen. Gefahr der Routinisierung, zwiespältige Haltung Dosetts gegenüber (Krankheit ist immer präsent)
  • Wichtigkeit von Ansprechpartnern: Pflegepersonal, AerztInnen, ApothekerInnen. Schwierigkeiten in der Kommunikation, Erwartungen in der Arztpraxis
  • Informationsmaterialien sind zu kompliziert geschrieben (nicht für Laien).

Wie vielfältig die Anpassungsbemühungen chronisch Kranker an das Medikamentenregime sind, wird von den Gesundheitsprofessionen meist übersehen.

lernundenter: Deutlich wird, dass PatientInnen wenig Unterstützung von Fachpersonen bekommen beim Umgang mit den Medikamenten. Gründe dafür sind bei den PatientInnen wie bei den Profis: Bei Krankheitsbeginn / Diagnosestellung und damit dem ersten Einsatz der Medikamente sind die PatientInnen so sehr mit ihrem gesundheitlichen Zustand beschäftigt (bis zu einem Schockzustand), dass sie die Informationen gar nicht aufnehmen können. Auf der Seite der professionellen Akteuren ist es die Art und Weise der Informations- und Wissensvermittlung (Abkürzungen, Fremdwörter).

lernundenter findet dies eine wichtige Arbeit für Berufsfachpersonen in und ausserhalb von Gesundheitsinstitutionen zur Reflexion eigenen Verhaltens in der Patientenedukation. Auch für Professionelle ist der Umgang mit Medikamenten sehr komplex. Der Einsatz von Generika mit dem riesigen Zuwachs von neuen Produkten (mit dem gleichen Wirkstoff) hat diese Komplexität noch gefördert.

Demographischer Wandel in der Pflege

Demographischer Wandel in der Pflege

Injektion

 

Gerne rufen wir mit Akademie 2. Lebenshälfte zu einer wichtigen Online-Umfrage (aufgeschaltet vom 8.-22. Dezember 2008) auf:

In Deutschland denkt jede fünfte Pflegekraft ernsthaft und häufig darüber nach, den Pflegeberuf zu verlassen, nicht zuletzt aufgrund der hohen beruflichen Belastungen und Beanspruchungen. Zudem verlassen nach wie vor viele Pflegekräfte in jungen Jahren und nach nur kurzer Verweildauer ihren Beruf. Zugleich steigen die Lebenserwartung und damit auch der Anteil alter Menschen, die krank und pflegebedürftig sind. Dabei stehen künftiger weniger Arbeitskräfte zur Verfügung, weil immer weniger junge Menschen auf den Arbeitsmarkt drängen.

Angesichts dieser Situation bedarf es neuer Ansätze und Konzepte, um die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit von Pflegekräften zu erhalten und zu fördern. Deshalb wurde im Rahmen des Modellprogramms zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen eine Machbarkeitsstudie ausgeschrieben. Unter der Überschrift ‹Demographischer Wandel in der Pflege - Konzepte und Modelle für den Erhalt und die Förderung der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit von Pflegekräften› sollen Ansätze zur Verbesserung, offene Fragen und Probleme, aber vor allem Handlungsbedarf erfasst werden. Die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte und von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin fachlich begleitete Studie führt der Verein komega e.V. in Kooperation mit dem Förderverein Akademie 2. Lebenshälfte durch.

Die notwendigen Daten sollen anhand von Literaturrecherchen, einer Online-Befragung, Telefoninterviews, einer open space Veranstaltung (16.1.2009) und eines Expertenworkshops gewonnen werden. Dazu greift die Studie auf die Erfahrungen von Führungskräften im Pflegebereich, wie beispielsweise Pflegedienstleitungen oder Geschäftsführenden von Pflegediensten zurück.

Ausführliche Informationen zur Machbarkeitsstudie befinden sich unter Modellprogramm zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen.

lernundenter: wir unterstützen gerne den Wunsch einer der AutorInnen ...

... Wir freuen uns natürlich auch sehr über Rückmeldungen aus der Schweiz und aus Österreich, denn der demografische Wandel macht ja nicht an den Grenzen Halt. So kann es nur nützlich sein, alle Fragen und Bedürfnisse zu sammeln, gute Lösungen aufzuzeigen und gemeinsam weiter zu forschen.

Ihre zusätzlichen Linktipps sind bei INQA Initiative Neue Qualität der Arbeit zu finden:

 

Auch noch interessant:


Facetten des Sterbens - und des Lebens

Facetten des Sterbens - ein Tagungsbericht

Facetten der Natur

Gaby Fardel, Pflegefachfrau, Coach/Supervisorin BSO, hat am 1.11.2008 im Burgerheim Bern die Tagung ‹Facetten des Sterbens› durchgeführt.

Tod und Sterben sind im Pflegeheim zwar allgegenwärtig, aber man spricht kaum darüber. Mit dieser Tagung möchte ich dies aufbrechen. ExpertInnen aus Medizin, Pflege, Kunst und Theologie sprechen zum Thema ‹Sterben›. Die Teilnehmenden sind Bewohner, deren Angehörige und Mitarbeiter aus allen Bereichen.

Frau Fardel beschreibt in ihrem Bericht zuerst ihre Gedanken und Fragestellungen, die zur Tagung führten. In der Auswertung sprechen Beteiligte. z.B.:

Die Pflegenden empfanden es als ‹Pflege für die Pflegenden› und konnten auch für sich privat sehr viel mitnehmen.

Ihr persönliches Fazit:

Obschon das Sterben ein unbeliebtes Thema ist, soll es im Kontext Heim thematisiert werden und allen Bewohnern und Mitarbeiter/innen aus jedem Bereich zugänglich gemacht werden. Ein gemeinsames Lernen aller Beteiligten und ein inspirierender Dialog sind erfüllend und weisen auf Wesentliches hin.

Zudem ist es spannend, wenn sich Bewohner/innen, Angehörige und Mitarbeiter/innen in einem anderen Kontext begegnen. Man lernt plötzlich ganz neue Facetten des Mitmenschen kennen. Dieses ‹neue› Wissen erweist sich im Nachhinein als sehr belebend für die professionelle Beziehung zu den Bewohner/innen und deren Angehörigen.

Und: Bewohner/innen haben enorme Ressourcen, bei geeigneter Plattform werden sie sichtbar.

Wir danken Gaby Fardel, dass sie uns ihren Bericht zur Verfügung stellt. Download: In-house-Tagung ‹Facetten des Sterbens› im Alters- und Pflegeheim Burgerheim, Bern (PDF 33 KB).

lernundenter: Frau Gaby Fardel ermöglichte in dieser Tagung - sowie auch sehr eindrucksvoll in ‹Was uns bewegt: das Projekt› im Burgerheim Bern -, die Ressourcen älterer Menschen zu wecken, in dem sie ihnen eben diese Plattformen anbietet.

Ihre Erfahrung kann Weiterbildungsfachpersonen, Pflegende, Pflegedienstleitungen und Verantwortliche in Alters- und Pflegeheimen ermutigen und animieren, eine ähnliche Veranstaltung durchzuführen.

Wir empfehlen:

Guten Appetit

Schweizerische Gesellschaft für Ernährung

motiviert mit der Lebensmittelpyramide gleich auf der Einstiegsseite

Schweizerische Gesellschaft für Ernährung
und weist auf die beliebtesten Seiten hin:

lernundenter: Viele Materialien sind kostenpflichtig. Gratis gibt es Merkblätter zur Lebensmittelpyramide in verschiedenen Sprachen. Die Stufen der Lebensmittelpyramide gibt es in 9 einzelnen PDFs zum Download. Interessant ist der Bereich altersspezifische Ernährung mit einzelnen kostenlosen Merkblättern. Multikulturelle Küche gibt es unter Rezepte.

Besonders empfehlen wir die "Materialien für den Unterricht" (Link weiter oben) und die Referate der XII. Dreiländertagung 2008 vom 5./6 September 2008.