Anatomie und Klinische Untersuchung des Bewegungsapparat online lernen

Der Bewegungsapparat

Der Bewegungsapparat 

‹Universität Zürich. Funktionelle Anatomie, klinische Untersuchung, Krankheitsbilder›.

Zwei dieser drei Themen können im interaktiven Lernprogramm bearbeitet und mit Multiple-Choice Übungen überprüft werden. Ein Film führt in das Programm ein.

Anatomie: Die Lehrgänge sind unterteilt in Knochen, Gelenk, Muskeln und Oberflächenanatomie. Die einzelnen Teile färben sich an beim Anklicken.

Die ‹Klinische Untersuchung› ist in ‹Einführung (z.T. fehlende Inhalte), Inspektion, Palpation und Funktion von Rumpf-Hals, Schulter, Ellbogen, Hand, Hüfte, Knie und Fuss› eingeteilt. Dazu gibt es kurze, kommentierte Filmsequenzen.

Zu den Krankheitsbildern fehlen aktuell Inhalte.

lernundenter: Das Programm gehört anscheinend zu VAM Virtuelle Ausbildungsplattform Medizin.

Die Virtuelle Ausbildungsplattform Medizin (VAM) ist das E-Learning Portal der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich. Das Webportal umfasst E-Learning Angebote des gesamten Medizinstudiums und erlaubt den Studierenden, Lernziele mittels neuer Techniken zu erreichen. Verschiedene Angebote stehen online zur Verfügung, wie Lernprogramme, Fallbeispiele, online Tests und Diskussionsforen. Über VAM können die Studierenden aber auch allgemeine, aktuelle Mitteilungen abrufen, wie z.B. wichtige Semesterinformationen, Stundenpläne, Kursdaten, Gruppeneinteilungen, Prüfungsinformationen etc.

lernundenter: Das Programm ist schön gemacht, klar in der Farbführung und in der Navigation. Die Videos zur Untersuchung sind kurz. Wichtiger Kommentar ist als Text vorhanden.

Das Programm ist für MedizinstudentInnen gedacht, ist jedoch auch für Physiotherapie- und Pflegestudierende empfehlenswert. Hilfreich wäre ein durchgehender ‹Home›-Link und ein Link zu einem Impressum resp. zur Herkunft des Programmes.

Podcasts in der Medizin

Podcasts in der Medizin

des E-Learning Podcast der ETH Zürich. Das Podcast-Team Andreas Reinhardt und Thomas Korner spricht mit Dr. Peter Frey, Leiter der Abteilung für Unterricht und Medien des Instituts für medizinische Lehre (IML) der Universität Bern.

19,9 MB. Enhanced Podcast (August 2007).

Das IML bietet seit 20 Jahren Filme zu medizinischen Themen an, die seit 2006 als Podcasts angeboten werden: Podcasts des Institutes für Medizinische Lehre (IML), beschrieben in unserem Blogbeitrag.

Die Podcasts sind integriert in den Unterricht: zusätzliches Lernmaterial, gekoppelt an das Unterrichtsthema und publiziert auf der Website. Sie werden intensiv genutzt vor dem Unterricht (sind Vorbereitung auf den Unterricht) und vor Prüfungen (Repetition). Podcasts sind Vorbereitung für die PatientInnenvisite, Untersuchung von PatientInnen.

Bei z.B. Herztönen ist Herrn Dr. Frey ein Anliegen, dass die Studierenden durch wiederholtes Hören Muster erkennen.

Podcasts könnten ausserdem eine Lücke füllen bei der physiologischen Aufmerksamkeitsabnahme während einer Vorlesung, indem der zweite Teil einer Vorlesung als Podcast zur Verfügung stehen würde.

Ein weiteres Anwendungsgebiet sind Podcasts während der Praktika: ortsunabhängig verteilt in der Schweiz Podcasts aufnehmen und zentral speichern.

Die Themen der Vorlesungen (das RSS-Feed) sind weltweit zugänglich, die eigentlichen Vorlesungen jedoch nur eingeschriebenen Studierenden.

Anscheinend gibt es bei Dozierenden z.T. Berührungsängste mit dem Medium. Die Vermutungen gehen in die Richtung: eigene Stimme hören! Angst vor inhaltlichen Fehlern und Versprechern.

lernundenter: Zur Zeit des Interviews war geplant, sämtliche Vorlesungen eines Studienganges per Podcast aufzunehmen und dies zu evaluieren. Diese Evaluation sollte demnächst vorliegen. Das Angebot des IML ist sehr interessant. Allerdings gibt es einzelne ältere Filme, deren Inhalt kritisch auf Aktualität überprüft werden muss: z.B. ein Film über Schizophrenie aus dem Jahre 1990. Wie wir im früheren Blogbeitrag geschrieben haben, gibt es auch pflegerische Themen.

Podcasting in Plain English

Podcasting in Plain English

Das Video erklärt in wenigen, einfachen Bildern und eindeutigen Worten, was Podcasting ist und drei Gründe, weshalb es so populär geworden ist. Am Schluss ein konkretes Beispiel. Auch den Text zum dreiminütigen Video gibt es online.

lernundenter: wie alle commoncraft Paperworks einfach nur empfehlenswert!

Podcast-Geschichte: Duke University i Pod First Year Experience

Duke University iPod First Year Experience Final Evaluation Report (PDF 479 KB)

Evaluation des Projektes ‹Gratis iPods für StudienbeginnerInnen im August 2004 an der Duke Universität›. Die Evaluation von Juni 2005 beinhaltet den Einsatz von iPods bezüglich Studiengebiete, Einsatzzweck, Leistungen, Barrieren und Probleme, Auswirkungen auf die Bildunginstitution. Es rollt die Geschichte und die Implementation des Projektes nochmals auf und beschreibt den Evaluationsprozess. Es folgen detaillierte Ergebnisse und eine Aufzählung verschiedenster Projekte.

Es werden fünf Einsatzarten beschrieben:

  • Verteilen von Kursinhalten: Zugang zu Vorlesungen, Liedern, historische Reden, Fremdsprachen
  • Aufnahmen im Klassenzimmer: Vorlesungen aufnehmen, Klassendiskussionen und verbales Feedback
  • Aufnahmen ausserhalb des Klassenzimmers: Exkursionen, Interviews, Umgebungstöne
  • Support Tool: wiederholtes Hören und Repetieren von Audioinhalten, Musik, Audiobüchern, Wortlisten
  • Harddisk: einfacher Transfer und Sicherungsmöglichkeit von grösseren Multimedia-Files

Weitere Einsatzgebiete:

Studienrichtungen: Musik, Kunst, Literatur, Sozialwissenschaften, Theaterstudium, Theologie, Ökonomie, Anthropologie, Pädagogik, Computerwissenschaften, Umweltschutz, Philosophie,
  • Lehrpersonen kreieren Playlists auf iTunes für den Musikunterricht
  • fremdsprachige Studierende lernen in ihrem Tempo eine Vorlesung
  • Vorlesungen und Klassendiskussionen sind hilfreich für Examensvorbereitungen
  • wiederholtes Hören von Vorlesungen sind sehr beliebt und haben Auswirkungen auf Lernergebnisse.
  • Kunstprojekte
  • Hörspiele

Nachteile / Barrieren

  • Aufnahmen mit teilweise schlechter Qualität
  • Schwierigkeiten, gute Inhalte ausserhalb der eigenen Fakultät zu finden oder Lizenzen für solche zu erhalten
  • zu wenig Übungsmöglichkeiten und Tools für die Herstellung von Podcasts
  • zu einem kleinen Teil mangelnde Kenntnisse zu Funktionalitäten und Einsatz in der Bildung des iPods unter Fakultätsmitglieder und Studierenden
  • manche Lernende hatten Probleme beim Transfer der Daten vom iPod zum Computer

positive Ergebnisse

  • Die portablen Inhalte und die Unabhängigkeit von physischen Materialien, Bibliotheken und Laboratorien bedeuten Komfort für die Fakultät und die Studierenden
  • Studierende zeigten sich engagierter in Klassendiskussionen, Exkursionen und unabhängigen Projekten
  • erweiterter Support für individuelle Lernbedürfnisse
  • nützlich in Peer-to-Peer-Interaktionen
  • Analyse, Reflexion und Verbesserung
  • iPod erhöhte dank des flexiblen und offenen Gebrauchs die Frequenz und die Tiefe der Interaktion der Studierenden mit den Kursinhalten
  • ‹Audacity› war ein beliebtes und einfaches Tool
  • Studierende kreierten eigene Vokabular-Listen auf dem iPod für das Lernen und die Repetition in Sprachkursen
  • Andere nahmen sich selbst auf (Stimme, Singen, Sprache, Instrumente) für die Analyse, Reflexion und Verbesserung ihres Studiengebietes
  • MusikstudentInnen lernen mit selbst aufgenommenen Musikstücken
  • Aufnahmen von erlebten Musikstunden für die Repetition, Analyse und Reflexion

Auswirkungen auf die Institution

  • vermehrte Kollaboration und Kommunikation in Supportgruppen der Fakultät. Mängel waren Anstoss für breitere Planung und Verbesserung von Infrastruktur und Leistungen
  • signifikante Publizität / erhöhte Sichtbarkeit der Duke Universität durch das Projekt: es ergaben sich viele Kontakte, Partnerschaften und Zusammenarbeit mit anderen Bildungsinstitutionen, Publizierenden und Anbietern von Hard- und Software
  • förderte die Kommunikation innerhalb der Fakultät und Studierenden über die beste Rolle für Technologien in der Bildung, klärte Bedürfnisse und förderte neue Projekte

lernundenter: Diese Erfahrungen sind alt und gleichzeitig ist es auch bereits Geschichte des Podcastings in der Bildung. Es zeigt den vielseitigen Einsatz und bietet Ideen. Was heute noch verbesserungswürdig ist: das Finden professioneller Inhalte, respektive das Öffnen und zur Verfügung stellen guter Inhalte über Institutionen hinweg.

RSS-Feeds- und Podcast-Verzeichnis

FeedArea

FeedArea-Logo
 

Übersichtliches deutsches Portal für RSS-Feeds und Podcasts. Sie können suchen nach neuen oder beliebten Podcasts, nach Kategorien und Unterkategorien, nach High-Definition-Podcasts oder mit einem Suchwort. Podcaster können ihren Podcast zum Verzeichnis hinzufügen. Für das Abonnement gibt es direkte Links zu iTunes, iGoogle oder einfach die Feed-URL.

Speziell: Die Sitemap besteht einfach aus Tags: Sitemap

Was macht einen guten Podcast aus?

‹Was macht einen guten Podcast aus?› PDF 190 KB

Interview mit Andreas Reinhardt, Network for Educational Technology (NET), ETHZ, 15.4.2008

Ein Podcast soll:

  • abwechslungsreich, prägnant, unterhaltsam und lehrreich sein
  • die Stärken des Mediums ausnützen: Authentizität, Lebensnähe und Emotionen
  • auf einem Konzept mit sechs Komponenten basieren: Zielgruppe, Ziel, wer produziert, Inhalte, technische Formate, Gestaltung des Inhaltes

A. Reinhardt erklärt am Beispiel des E-Learning-Podcasts die sechs Komponenten. Es folgen Erfahrungen bei der Produktion und Tipps für DozentInnen, welche Podcasts selbst oder mit Studierenden produzieren. Ausserdem eine Auswertung zum aktuellen Stand des E-Learning-Podcasts.

lernundenter: Die Autoren produzieren Enhanced Podcasts, Video-Podcasts und reine MP3-Dateien. Sie haben die Erfahrung gemacht, dass MP3 am wenigsten benutzt wird. Interessant ist, wie sie den Podcast fortlaufend anpassen (Dauer, Fokus auf die Audio-Tauglichkeit verstärken, wirtschaftlich mit der Zeit umgehen: eher Blogeintrag statt Podcast usw). Auch da gibt es einige wertvolle Tipps und Überlegungen für die eigene Praxis.

Pre-Production eines Podcasts

Podcasting ist experimentell - Podcasting ist learning-by-Doing!

Quelle: Podcasting - das Buch zum Audiobloggen von Annik Rubens, O'Reilly Verlag, 1. Auflage 2006.

Das tönt locker und einladend. Trotzdem braucht Podcasting ein Konzept mit einigen Schritten und Überlegungen.

Andreas Auwärter von Podcasting for Learning hat diese im Herbst 2007 in der Arbeitsgruppe Podcasting an der Uni Koblenz zusammengetragen. Seine Grobstruktur heisst Pre-Production - Production - Post-Production (wie man/frau sie von der Filmwelt her kennt)

Pre-Production - Production - Postproduction

Die Tätigkeiten in den verschiedenen Phasen sind:

Tätigkeiten in den drei Phasen der Podcast-Produktion

lernundenter empfiehlt:

Wir empfehlen zur Vorbereitung auf die Produktion eines Podcasts den sehr wertvollen Screencast von Andreas Auwärter:

Sein Beitrag endet mit:

Und zum Schluss eine Behauptung: Podcasting ist eine Abkehr vom Perfektionismus, denn ... sonst wird man nie fertig.

womit wir beim Anfang meines Postings, dem ersten Zitat, sind. Also: Viel Spass beim Podcasten! Er ist bestimmt grösser, wenn die Zeit für ein Konzept ernst- und wahrgenommen wird.

Bilderquelle: Wir haben uns erlaubt, zwei Seiten aus der Präsentation aus Slideshare hier darzustellen: Podcasting_Educational_Essentials - Vol_2

Herzlichen Dank an Andreas Auwärter.

Podcast: Bildungstalk

Bildungstalk

Ein Podcast-Projekt am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie hören Podcasts zu Medienkompetenz, Präsentationstechnik, Vor- und Nachteile von Podcasts, Second Life, e-Kompetenzen und Hinweise auf Bildungsveranstaltungen in anderen Studienbereichen.

10 Podcasting-Tipps

Top 10 Podcasting Do's and Don'ts

10 Tipps
10 Tipps für die Podcast-Produktion und -Promotion von Sharon Housley von FeedForAll, Software für RSS-Feeds und Podcasts.

Do:

  1. Professionell: wichtig ist eine gute Audioqualität, editieren und verbessern Sie Ihren Podcast
  2. Transkribieren: bieten Sie Shownotes an oder einen Link zu entsprechendem Inhalt.
  3. iTunes Support: Melden Sie Ihren Podcast in iTunes und in anderen Podcast-Verzeichnissen an:
  4. Inhalte: ‹Was› ist genau so wichtig wie das ‹Wie›!
  5. Abonnieren Sie Ihren eigenen Feed: hören und sehen Sie selbst, was Ihre HörerInnen zu sehen und hören bekommen.
Don't:
  1. Thema weit streuen: ein Fokus ist wichtig (wie beim Bloggen)
  2. weit ausschweifen: Ein Thema abschliessen und weiter gehen hält den Podcast bewegend und lebendig.
  3. Metadaten vergessen: Wichtige Keywords im Titel und in der Beschreibung sind wichtig für das Auffinden Ihres Podcasts
  4. Knausern mit Speicherplatz: Finden Sie einen Host, der genügend Speicherplatz offeriert. Speicherplatz und Usability sind wichtig für den Erfolg eines Podcasts
  5. HörerInnenschaft vergessen: Geben Sie HörerInnen Möglichkeiten für Feedback und Diskussion (Podcast-Host, Blog, Website). Beachten Sie die Statistiken.

Suchen nach Podcasts in iTunes

Apple - Education - iTunes U - Introduction

Ein kurzes Video zeigt das Suchen und Abonnieren von Podcasts für die Bildung (U steht für University).

lernundenter: für englischsprachige StudentInnen und für Bildungsfachpersonen zur Auswahl für den Unterricht sehr zu empfehlen. Verschiedene Fachbereiche sind berücksichtigt. Schade, dass für den deutschsprachigen Bereich nicht ebenso viel Material zur Verfügung steht.

Zwei Funde dazu:

Miami Dade College


  1. Miami Dade College - The School of Nursing mit Videocasts. Prävention, pflegerischen, pädagogischen Beiträgen und NCLEX* - Fragen mit Antworten. Manche Pod- oder Videocasts sind nicht aktuellen Datums aber trotzdem aktuell im Inhalt.

    * NCLEX (National Council Licensure Examination) ist ein standardisiertes Examen in den USA. mehr in All About the NCLEX auf der Site ‹All Nursing Schools›.

  2. Miami Dade College - School of Nursing - EDUPOD: aktuelle Videocasts. Auf der gleichen Seite auf iTunes finden sich Podcasts von weiteren amerikanischen Pflegeschulen.

Link zu Medical Center Campus-Nursing Website

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