Hörbuch Palliativmedizin und das Familienhörbuch

Von Sibylle Kathriner (palliativpflege) haben wir einen wichtigen Link erhalten. Da ein Link normalerweise zum nächsten führt, gibt es insgesamt drei Empfehlungen für heute:

Das neue Hörbuch der Deutschen Krebshilfe und der Klinik für Palliativmedizin in Köln ‹Leben Sie wohl› beschreibt die Geschichte und die Zukunft der Palliativmedizin in Deutschland. Patienten und Angehörige sprechen über die letzte Lebensphase. Sie können einige Beispiele direkt auf der Website hören oder das Hörbuch kostenlos bestellen.

lernundenter: Wann beginnt das Sterben? Wie die Lebensqualität verbessert werden kann, wie Angehörige die Begleitung erleben, sind einige Themen. Ein wichtiges Thema für Betroffene, Angehörige, Pflegepersonen und Verantwortliche in Institutionen.

Nach dem Motto ‹Helfen. Forschen. Informieren› fördert die gemeinnützige Organisation Projekte zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung einschließlich der Krebs-Selbsthilfe.

Von der Früherkennung zur Therapie, ‹Häufige Fragen›, eine Zeitschrift zum Download, Broschüren und Videos bis zu einem Lexikon.

Das Hörbuch wird produziert von

Logo Familienhörbuch

Eine sehr schöne Idee: Hier können Privatpersonen (z.B. Grosseltern) oder Firmen ihre Geschichten erzählen und festhalten lassen in einem Hörbuch. Auf der Site können Sie verschiedene Beispiele (z.B. Ein Hörbuch über den Alltag erwachsener Menschen mit geistigen Behinderungen) hören.

Tags: oral history, Biografie.

Legenden und Mythen zu Farben

Woher kommt das Rot von Ferrari? Weshalb tragen die Grössten des Golfs grüne Jacketts und der Leader der Tour de France ein gelbes Tricot?

orange Bank 

ColourLovers erzählt Farbgeschichten:

11 Great Colour Legends und 13 More Great Color Legends

lernundenter: interessant recherchiert, anregend

und natürlich lässt sich ColourLovers auch von der Kunst inspirieren: Color Inspiration from the Masters of Painting

Religionen und ihre Farben


von Colourlovers, ursprünglich die Plattform für Farbpaletten in Webdesign, beschrieben in unseren Links Internet - Webdesign - Farben, gibt es im Colourlover Blog thematische ‹Farbsichten›.

Ein Beispiel ist Colors of Religion: Buddhism mit der Bedeutung der Farben im Buddhismus, manchmal im Vergleich zur westlichen Kultur.

Bild aus ColourLovers

oder der Beitrag von heute: Colors of Religion: Christianity.

Tags: Bedeutung von Farben, transkulturell lernen, Religionen.

Kennen Sie die Stiftung Careum?

Stiftung Careum in Zürich

Zwei Daten: ein Kongress und ein Tag der offenen Türen. Ausserdem empfehlen wir interessante Seiten aus diesem Umfeld für Fachpersonen aus dem Gesundheitspflegebereich.

1. Careum Congress on education@healthcare - Gesundheitsberufe 2032: wozu ausbilden?

Grenzverschiebungen und das Überwinden der (zu vielen) Grenzen im Gesundheitswesen sind Themen des Kongresses. International und interdisziplinär werden die Themen beleuchtet und sprechen Verantwortliche für Ausbildungsfragen im Gesundheitswesen aus Universitäten, Fachhochschulen, Berufsschulen und Praxis an.


Tag der offenen Türen im Careum Campus

  • Datum und Zeit: 6. Oktober 2007 von 11.00 bis 17.00 Uhr
  • Download Flyer mit dem Programm und dem Orientierungsplan.

lernundenter: Das Programm mit seinen Links ist bereits surfenswert

Was bedeutet Careum:

Im Namen Careum sind zwei Elemente enthalten, die das Bildungszentrum prägen: ‹car› steht für englisch ‹to care› (sich kümmern, betreuen, pflegen), weil dies in allen Gesundheitsberufen Inhalt und Einstellung zugleich ist; ‹eum› steht für ‹lyceum›, weil die schulische Lernumgebung durch die Vermittlung von fundiertem Wissen und aktuellen Erkenntnissen eine solide Bildungsbasis schafft.

Quelle: Careum Bildungszentrum

lernundenter: Erforschen Sie ausserdem z.B.

Millennials

Millennials

ein lesenswertes Dossier auf ‹About.com: Human Resources› zu Millennials.

Inhalte: Theorien, was Millennials brauchen, Tipps und Mythen über Millennials. Im Quiz können Sie drei Fragen zu verschiedenen Generationen (Baby Boomers, Generation X und Millennials) am Arbeitsplatz beantworten. Dazu immer auch verwandte und weiterführende Artikel.

URL's statt irreguläre Verben

Net Generation Learning - Teaching Homo Zappiens

Vortrag von Wim Veen am 7.5.2005, Technische Universität Delft. Inhalte: Eigenschaften der Netzgeneration, Definition Zapping, Unterschiede des Lernens zwischen Homo Zappiens und Homo Sapiens, Konsequenzen für die Bildung (dabei immer Vergleiche zwischen analogem und digitalem Lernen).

Einige Details:

Eigenschaften:

  • spielt gerne: spielen = lernen, kreiert Spiele
  • kommuniziert 24/7 (SMS, MSN, Skype, Chat)
  • integriert virtuelle und f2f-Freunde
  • kennt mehr URLs auswendig als irreguläre Verben
  • benützt Keywords und Tags
  • multitasking (gleichzeitig Musik hören, Freund anrufen, Aufgaben schreiben, surfen ...)
  • verarbeitet nonlineare Information

Wie sie gerne lernen:

  • mit forschungsorientiertem Zugang, mit Problemlösestrategien
  • lernen in Netzwerken, Communities: kollaboratives Lernen in Teams, in verschiedenen Rollen
  • experimentelles Lernen: keine Strafen
  • aktives Lernen: Wahlmöglichkeiten haben, handeln
  • Selbstorganisiertes Lernen: Ziele setzen
  • Wissen anderen weitergeben

Konsequenzen:

digitale Skills verlangen neues Unterrichtsdesign und Lernmaterial, das jederzeit zur Verfügung steht.

  • Ressourcen für individuelles Lernen bereit stellen
  • interdisziplinärer Zugang
  • Kollaboratives Lernen ermöglichen
  • Lernen in Interessengruppen
  • statt Zeiteinheiten von 45 Min. solche von 4 Stunden schaffen
  • Portfolio

lernundenter: ein Beispiel für eine gelungene Präsentation: visuell, wenig Text auf den einzelnen Seiten, illustriert, abwechslungsreich, einprägend und mit einem Abschlussstatement.

Their Space - Education for a digital generation

Their Space - Education for a digital generation

Young people are spending their time in a space which adults find difficult to supervise oder understand.

Autorinnen: Hannah Green und Celia Hannon von ‹DEMOS the think tank for everyday democracy›. ‹Demos› ist ein unabhängiges internationales Netzwerk (Sitz in Grossbritannien) mit dem Ziel, demokratische Ideen in die Praxis umzusetzen. Der Report (Januar 2007) ist das Resultat von neun Monaten Arbeit mit dem Fokus: verstehen, wie Kinder und Jugendliche neue Technologien benützen.

Wir haben die Arbeit frei übersetzt und stellen Ihnen in diesem längeren Beitrag die Inhalte vor:

Eigenschaften der NetGen Learner:

Sie sehen Computer nicht als Technologie, resp. Technologien sind vollständig in ihr Leben integriert. Sie benützen sie, um sich das Leben einfacher zu machen, ihre bestehenden Beziehungen zu stärken und / oder zu erweitern. Die AutorInnen unterscheiden vier Usertypen:

  • Digital pioneers bloggten, bevor der Begriff geprägt war
  • Creative Producers bilden Websites, ‹posten› Filme, Musik und Bilder, um diese mit Freunden, Familie zu teilen
  • Everyday Communicators machen sich das Leben einfacher durch Messengers
  • Information gatherers sind Google und Wikipedia ‹süchtig›. ‹cut and paste› gehört dazu.

Der neue Digital Divide = ‹Digital Divide to Knowledge, not to Hardware›

Digital Divide im Sinne eines verwehrtenZugangs zum Internet tritt in den Hintergrund. Unter "neuem Digital Divide" wird nicht der Zugang zu Technologie (Hardware), sondern der Zugang zum Wissen betont. Forschung zeigt, dass Kinder und Jugendliche, welche aktiv Medien benutzen, die sogenannten ‹Creative Producers›, Bestätigung erhalten durch Peers und andere ‹knowledge-sharing› Netzwerke. Diese Netzwerke haben einen grossen Einfluss auf den Lernerfolg und Berufserfolg.

Viele IT-Fähigkeiten erwerben sich Lernende ausserhalb der Schule, im Sport Projektarbeiten, Exkursionen, Musik: informelles Lernen wird immer wichtiger.

Vier Charakteristika des informellen Lernens:

  • Self-motivation (Selbstmotivation): Lernende definieren ihre eigenen Ziele. Respekt, Ansehen von den Peers und hohe Anforderungen an sich selbst sind Motivatoren. Interesse am Veröffentlichen und Sichtbarmachen der eigenen Ideen und Projekte.
  • Owner-Ship (Eigentümer sein): Die Arbeiten (z.B. Filme, Musik usw.) gehören ihnen. Sie sind stolz auf ihre Outputs.
  • Purposeful (zielorientiert): Sie haben ein Ziel, auch wenn es bloss ist, eine Zuhörerschaft für die Beurteilung einer Arbeit zu finden, ein Spiel zu kreieren und Feedback zu erhalten, einen Film für ein bestimmtes Festival bereitstellen können (also: auch problemorientiert lernen).
  • Peer-to-peer learning: Lernende eignen sich ihre Digital Skills vor allem durch die Unterstützung von Freundinnen an oder sie machen ‹Deals›: My friend showed me how to build a website and I showed him how to get into World of Warcraft.

Konsequenzen: Start with People not PC

Wir müssen nicht darüber nachdenken, welche neue Ressourcen hinzugefügt werden müssen, sondern darüber, wie unangezapfte bestehende Ressourcen frei werden. Welche Strategien sind nötig, um diese unverbrauchten Ressourcen freizusetzen?

Die bestehenden Ressourcen sind die StudentInnen selbst und ihre Netzwerke.

Wir müssen den Nutzern zuhören und ihnen antworten. Es werden drei Sets von Beziehungen beschrieben:

  • zwischen StudentInnen und formalem Lernen: Schulen müssen finden informelles Lernen ernst nehmen, wertschätzen und Räume für kritische Reflexion schaffen
  • zwischen jungen Menschen und ihrem erweitertem sozialen Netzwerk: Schulen brauchen ein tieferes Verständnis für die Beziehungen, welche junge Menschen mit ihren Eltern, Familien und weiteren sozialen Netzwerken ausserhalb der Schule haben und wie diese ihr Lernen beeinflusst
  • zwischen Schule und zu Hause: Schulen benötigen Strategien, um diese Welten zu verbinden, d.h. Wege, die beiden Lernerfahrungen miteinander zu verbinden.

Lernende als Peer, TutorInnen gewinnen für andere Lernende

‹Cool Tools Monitor›: User sind oft Vorreiter für neue Tools. Schulen müssen diese Erfahrung nutzen, um alle Tools zu identifizieren, die für einen kreativen Unterricht sinnvoll erscheinen. Es kann ein Student bestimmt werden, der neue Tools (del.icio.us, Flickr, Blogs usw.) aufspürt und testet

empowered Teachers: erfolreiche Schulexperimente mit IT sind immer in Zusammenhang mit der Begeisterung und Kompetenz individueller Lehrpersonen zu sehen. Lehrpersonen können IT im Unterricht kreativer nutzen, wenn sie sich stark genug fühlen und z.B. situativ Lernende das Tempo bestimmen zu lassen. IT-kompetente Lehrpersonen benützen Tools, die Lernenden entgegen kommen (Wikis, Blogs und MSN). Sie lernen durch die verschiedenen IT-Kompetenzen der Studentinnen.

"Putting learners at the heart of their educational experience": Dies bedeutet einen Rollenwechsel für Lehrpersonen. Selbständiges, exploratives Lernen mit neuen Medien kann Konflikte verursachen mit vorgeplanten Lektionen einer Lehrperson.

Leadership ist eine Schlüsselkomponente. Sie schafft Bedingungen für Lernen mit neuen Technologien. ‹Digital literacy›: Lehrpersonen müssen vertraut sein mit den Tools, Online-Netzwerken, mit denen Jugendliche lernen. Schulleiter stellen Support zur Verfügung. SchulleiterInnen ermutigen Lehrpersonen zum Rollenwechsel, vom Lehrer zu Fazilitatoren und Guides. Studentinnen lernen am besten von Peers: Schulleiter erkennen dieses Potenzial und nutzen es.

Kultur: Es braucht eine Kultur des ‹trials and errors›, des Experimentierens, wo Fehler gemacht werden dürfen.

Media Literacy: Schulen sind Orte, wo Media Literacy entwickelt wird. Schulen unterstützen Lernende, Information zu finden und Fähigkeiten zu entwickeln, was mit der Information zu tun ist: auswerten, kritisch analysieren, Prioritäten setzen und zusammenfassen.

Schulen sind Orte, wo Kinder oder Erwachsene lernen über Sicherheit im Internet.

Schulen bilden eine Brücke zwischen Elternhaus und Schule. Dabei geht es nicht darum, informelles Lernen in formelles Lernen zu formalisieren, sondern diesen DRITTEN RAUM zu anerkennen, wahrzunehmen, was StudentInnen zum Lernen anregt und ihnen Wege zu eröffnen, wie sie dieses Wissen transferieren können. Beispiele dazu: Lernende können das Vocabulaire einer Fremdsprache auf den iPod laden, MemorySticks in der Schule verwenden dürfen.

Portfolio: Jede junge Person sollte die Möglichkeit haben, ein Portfolio anzulegen. Hier können sie ihre ‹Meilensteine›, Lernschritte, Arbeiten, Netzwerke festhalten und bestimmen, wer wann zu welchen Daten Zugang hat (potentielle Arbeitgeber, Freunde, Bildungsinstitutionen.

Softskills: Entwicklung von ‹Soft Skills› muss ermöglicht werden wie Rechen-, Lese und Schreibfähigkeiten, Kreativität (Ideengeneration und -präsentation), Selbstvertrauen, Führungsqualitäten, Teamfähigkeiten, Kommunikationsfähigkeit. Heutige Lernende erwerben sich manche dieser Fähigkeiten in Online Games, z.B. in Warcraft muss ein Guildmaster Fähigkeiten haben wie: neue Gruppenmitglieder anziehen, bewerten und rekrutieren, Lernprogramme gestalten, Gruppenstrategien leiten und Gespräche führen.

Ideen aus einem Beispiel "gute Lernumgebungen":

  • die Schule als Community-Ressource sehen, z.B. eine Partnerschaft mit einem Restaurant eingehen, dort Wireless installieren, das immer zugänglich ist bei den Öffnungszeiten des Pubs.
  • Jedes Kind hat sein Laptop, das nach Hause genommen werden kann.
  • Die Kinder sind frei in ihren Arbeitsmitteln: Laptop oder Papier und Stifte.
  • Die Klasse debattiert auf MSN.
  • Lehrpersonen fühlen sich sicher genug, Kinder zu Experimenten zu ermutigen und sie darin zu begleiten.
  • Technologie ist erfolgreich, wenn sie den Support eines enthusiastischen Leiters hat.
  • Technologie ist erfolgreich, wenn der Einsatz den Lernenden entspricht.

weitere Inhalte

  • Sieben Mythen "Moral panic and Digital Faith" über das Lernen heutiger Kinder und Jugendlicher
  • Digital Skills: eine Tabelle gegliedert in sozial/persönlich, kognitiv/körperlich, technisch
  • Definition informelles Lernen
  • 4 Komponenten von Lernerfahrungen: Information und Wissen finden, etwas damit tun, mit einer Gruppe teilen und reflektieren. Beispiel anhand eines Buches: ein Buch lesen, dazu eine Antwort auf eine Frage darin aufschreiben, dies mit einer Lehrperson teilen und darüber sprechen. Oder: ein Buch schreiben, publizieren und reflektieren zu den Kritiken. IT haben die Möglichkeiten für Lernende, diese Prozesse selbständig durchzugehen, enorm gesteigert. Auch das Publikum hat sich verändert. Mit Wikis, Blogs können sich Lernende Feedbacks von Peers holen. Sie sind kritische Teilnehmende und keine passive Konsumenten.
  • Sieben Werte der Hacker-Ethik: Leidenschaft, Freiheit, sozialer Wert, Offenheit, Aktivität, ‹Caring› und Kreativität.

lernundenter: Die Arbeit von ‹Demos› erachten wir als wichtig. Sie ist aktuell, neutral und unabhängig ist, fundiert. Die Autorinnen interviewten Kinder. Sie lassen Kinder sprechen. Das 81-seitige PDF enthält ein Glossar. Es definiert verschiedene Web2.0-Dienste (und auch Web2.0 selbst). Ausserdem zahlreiche Quellen für die Vertiefung. Die Arbeit nennt zahlreiche Quellen. Zwei empfehlenswerte daraus sind:

  • Young Media Report (Grossbritannien 1999). Jedes einzelne Kapital als PDF. Die Kinder und Jugendliche sprechen selbst über ihren Gebrauch der Medien
  • Nurturing Creativity in Young People des Department for Culture Media and Sport (Grossbritannien), verschiedene interessante und formal schöne PDFs zur Förderung der Kreativität, Portfolio, Bildung.

Tags: informal learning, informelles Lernen, critical thinking, Jugendkultur, Softkills, neuer Digital Divide, Wertewechsel, Digital Skills, Media Literacy

Fernlehrgang interkulturelle Kommunikation

Fernlehrgang Migrantinnen und Migranten im Gesundheitswesen

 

Migration Logo (aus der Site)

Centrum für Kommunikation, Information, Bildung bietet in Kooperation mit dem Zentrum für Altersmedizin Klinikum Nürnberg eine Weiterbildung zu interkultureller Kommunikation an. Aus der Ausschreibung:

Zielgruppe: Der Fernlehrgang richtet sich an alle Beschäftigten im Gesundheitswesen, die in ihrem Berufsalltag mit Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund tätig sind.

Lernziele:

Der Lehrgang vermittelt Grundlagen zur interkulturellen Kommunikation und bietet Lösungsansätze, um Missverständnisse im Berufsalltag abzubauen. Die Teilnehmenden werden für das ‹Befremdende› im Umgang mit Migrantinnen und Migranten sensibilisiert.

Lernziele, die im Fernlehrgang u.a. verfolgt werden:

Lebenssituationen von Migrantinnen und Migranten kennenlernen

die gesellschaftspolitische Relevanz des Themas erfassen

sich mit dem ‹Fremden› und dem ‹Eigenen› im Berufsalltag auseinandersetzen können

multifaktorielle Problemquellen für eine fachgerechte Kommunikation erkennen

Der Fernlehrgang mit 12 Lehrbriefen und zwei Präsenztagen (Dauer 16 Wochen) hat am 1. August 2007 begonnen. Er findet jedoch nächstes Jahr wieder statt. Das Fachwissen wird in Lernbriefen (verschiedene FachautorInnen) vermittelt.

Begründung für die Weiterbildung:

Aus der Site:

Die Zahl der Migranten als Kunden im Gesundheitswesen nimmt stetig zu. Der rasante Anstieg ist überwiegend begründet durch die Verschiebung der Altersstrukturen innerhalb der Migrantenbevölkerung.

Bis 2030 wird sich die Zahl der über 60-jährigen Personen mit nicht-deutscher Herkunft mehr als verdoppeln. Gerade ältere Migranten weisen ein Gefährdungsprofil auf, das die Annahme eines hohen Hilfs- und Pflegebedürftigkeitsrisikos voraussagt. Schon heute leiden signifikant mehr Migranten unter körperlichen Beschwerden als gleichaltrige Deutsche, nehmen aber weniger die Versorgungsleistung in Anspruch.

Vor diesem Hintergrund besteht Handlungsbedarf im Gesundheitswesen.

Speziell die Förderung der sprachlichen, schicht- und kulturübergreifenden Verständigung und Kommunikation sind von zentraler Bedeutung. In der klinischen Versorgung rückt die Frage nach transkulturell angepassten Zugängen zu Klientinnen und Klienten zunehmend in den Mittelpunkt.

Download Infomappe ‹Migrantinnen und Migranten im Gesundheitswesen› PDF

lernundenter: Die Themen beleuchten Pflege- und Betreuungssituationen in verschiedenen Zusammenhängen und bei unterschiedlichen Kundinnen und Kunden. Teilweise sind sie auf die Situation in Deutschland bezogen.

Wir begrüssen Angebote (es gibt deren zu wenig), in denen sich Pflegende und Berufspersonen im Sozial- und Gesundheitsbereich Kompetenzen in interkultureller Kommunikation aneignen können. Aus der Ausschreibung ist nicht ersichtlich, wie die Kommunikation / Interaktion während des Fernlehrganges gestaltet wird.

 

Lehren der Netzgeneration

Faculty Development for the Net Generation

Kapitel 11 des Dossiers Educating the Net Generation von Anne H. Moore, John F. Moore und Shelli B. Fowler.

Die AutorInnen beschreiben Eigenschaften der Netzgeneration, formulieren, was Lernende brauchen und welche Konsequenzen sich daraus ergeben für Institutionen und Lehrpersonen. Der Artikel beschreibt ausführlich zwei Programme für professionelle Entwicklung, welche Institutionen und Lernkräfte bei der Umsetzung unterstützen.

Tags: Digital Literacy, Charakteristika der Net Gen Learner, krtitisches Denken, FIT Fluency in Information Technology.

Wir beschreiben aus der Arbeit: Eigenschaften der NetGenLearner, was sie wünschen, Konsequenzen auf verschiedenen Ebenen und das Konzept ‹FIT Fluency in Information Technologie›.

Eigenschaften der NetGenLearner:

  • sehen Computer nicht als Technologie.
  • sind immer besetzt mit Instant Messaging, Blooging, Musik und Film downloaden und Videospiele spielen mit einem internationalen Netzwerk von Freunden und Bekannten
  • Stille SchülerInnen, die vielleicht im Präsenzunterricht nie sprechen, haben aktive Online-Beziehungen und können leichter aktiv sein in Online-Lernaktivitäten als im f2f-Unterricht.
  • Social Networking: Net Gen Learners brauchen die Technologien, um ihr bestehendes soziales Netwerk zu beleben und erweitern
  • Net Gen Learners spielen sehr gerne und kreieren eigene Spiele. Dies kann einen positiven Effekt auf das Lernen haben
  • ‹Digital literacy›: Publikationsmöglichkeiten und Tools machen es StudentInnen einfach, sich auszudrücken, Wissen zu verteilen, ohne sich um Software, Programmierung zu kümmern. Sie sind gewohnt zu klicken, sie SEHEN, wie etwas funktioniert ohne zu WISSEN, WIE es funktioniert. Jedoch: Sie haben oft nicht wirklich genügend Wissen und Fähigkeiten, Technologien voll zu nutzen.

Was Lernende brauchen / wünschen:

  • allgemein mehr Online-Aktivitäten
  • sofortigen Zugang zur Information
  • schnelle Kommunikation: Technologien ermöglichen ein schnelles Reagieren und verschiedene Möglichkeiten, Gedanken mitzuteilen.
  • Social Networking: Net Gen Learners brauchen die Technologien, um ihr bestehendes soziales Netwerk zu beleben und erweitern
  • Spiele und Simulationen
  • Es gibt noch etwas anderes als Excel und Powerpoint: Lernende verlangen "up to date" Programme (dazu weiterlesen auf Seite 11.7 die genannten Beispiele)

Konsequenzen auf drei Ebenen:

Ziel ist, aktive Lernende zu fördern mit komplexem kritischem Denken und Fähigkeiten, Probleme zu lösen.

Schüler/Studentin:

  • von der Interaktion zu kritischem Denken: Suchen mit Google ist nicht synonym mit kritischer Evaluation. Informationsressourcen aus dem WWW kritisch bewerten.
  • brauchen vertiefte Information zu Lerneinheiten
  • lernen mit Tutorials

Lehrer / Lehrerin:

  • lernen von den Studierenden: Lernende beobachten, wie sie mit Technik umgehen, wie sie Technik wahrnehmen
  • Informationsressourcen aus dem WWW benützen, kritisch evaluieren.
  • z.B. ein Instructional Design Portal für vertiefte Information zu Lerneinheiten, Pädagogik und Lerntheorien inklusive Evaluation
  • Lernende einbeziehen als Tutoren, Peer-Support, Peer-Mentoring
  • e-Portfolios anregen / unterrichten
  • kritische Reflexion anregen

Institutionen:

  • Digital literacy muss gefördert werden: ‹FIT Fluency in Information Technology›. Institutionen müssen Ziele formulieren für Digital Literacy, wie FIT werden, damit StudentInnen diese Kenntnisse für FITness erlangen können
  • ermöglichen einen einfachen und angepassten Support für technologieintegriertes Lernen
  • nehmen Angst vor technologie unterstütztem Lernen
  • binden laufende Evaluationen ein, um schnelle Änderungen vornehmen zu können (S. 11.6)
  • Expertentum muss entwickelt werden nicht nur im Bezug auf den Gebrauch von Technologien und die pädagogische Praxis, sondern um die Lernenden zu verstehen, wie sie Technik wahrnehmen
  • Lernende einbeziehen in Design von Lernmaterialien, Spielen, als Tutoren, Peer-Support, Peer-Mentoring

FIT Fluency in Information Technology

(S. 11.3) ist imperative! FITness benötigt drei Arten von Wissen:

contemporary skills:

Die Fähigkeit, alltägliche Computerapplikationen zu benützen, Leuten ermöglichen, Informationstechnologien sofort zu benützen. Am Wichtigsten ist dabei: die Fähigkeiten ermöglichen praktische Erfahrungen, auf denen neue Kompetenzen aufgebaut werden können.

Foundational Concepts:

Prinzipien von Computern, Netzwerken und Information, welche die Technologie untermauern. Konzepte erklären das Wie und Warum der IT und geben Einsicht in ihre Möglichkeiten und Grenzen. Konzepte sind das Rohmaterial, um die Entwicklung von Informationstechnologien zu verstehen.

Intellectual capabilities

Die Fähigkeit, IT in komplexen Situationen anzuwenden und in den Kontext von IT einfliessen zu lassen. Diese Fähigkeit ermöglicht Menschen, das Internet zu ihrem Nutzen einzusetzen und mit unerwarteten Problemen umgehen zu können. Intellektuelle Fähigkeiten verlangen abstraktes Denken über Information und Manipulation.

Fakultäten, welche dieses Wissen und diese Fähigkeiten nicht besitzen, benötigen Unterstützung Richtung FIT, damit sie diese FITness in der Lehre und Forschung erreichen. Institutionen benötigen dazu die drei Fähigkeiten Bewusstheit, Kompetenz und Integration:

  • Bewusstheit in Bezug auf das Lernen der StudentInnen, um ihre Lernbedürfnisse zu erfahren und welche Technologien sie abrufen können.
  • Kompetenzen durch Weiterbildung ermöglichen, damit sie bereit sind für den Systemwechsel
  • Integration resp. die Fähigkeit, Pädagogik, Lernen, Design, Technologie, Support und Regelungen in der Institution zusammen zu bringen.

Da Technologie, Pädagogik und Praxis sich schnell verändern, muss die Weiterbildung (professionelle Entwicklung in Bezug auf FIT) laufend fortgesetzt werden.

Um Kreativität der Fakultät und der Mitarbeitenden zu fördern, benötigen Institutionen Ermutigung und Unterstützung.

Informal Learning heisst ...

Zwei weitere Definitionen zu ‹Informal Learning›

auf die Arbeitswelt bezogen:

Informal work-related adult education activities that take place without an instructor. Examples of such activities include on-the-job demonstrations by a supervisor or coworker; on-the-job mentoring or supervised training; self-paced study using books, videos, or computer-based software; attendance at brown-bag or informal presentations; and attendance at conferences, tradeshows, or conventions related to one’s work or career.

Quelle: ies Institute of Education Sciences - National Center for Education Statistics - Glossary aus der Site ‹The Condition of Education›.

bildlich dargestellt:

aus: The Big (32") Picture of Informal Learning von Jay Cross' informal learning blog via The only thing worth teaching is how to learn.

Informal learning is the unofficial, unscheduled, impromptu way people learn to do their jobs. Learning is adaptation.Taking advantage of the double meaning of the word network, to learn is to optimize the quality of one’s networks. We learn from one another.

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