Pflege und Medizin im Alter

Pflege und Medizin im Alter

Fortbildungsreihe für diplomierte Pflegefachpersonen in Alters- und Pflegeheimen

Die Alterung der Bevölkerung ist eine grosse Herausforderung. Viele ältere Menschen sind auf Pflege angewiesen, oft auch in Pflegeheimen. In der täglichen Pflege- und Betreuungspraxis treten ganz unterschiedliche Problemkreise auf wie z.B. der Umgang mit Depressionen, Schmerzen oder aggressivem Verhalten. Fachärztliche Hilfe erhalten BewohnerInnen von Pflegeheimen zudem seltener als gleich alte daheim lebende Menschen. Das bedingt, dass das Pflegepersonal neben den eigentlichen Aufgaben auch erkennen kann, wann Spezialisten sinnvoll einbezogen werden sollten und diese dann auch vermitteln. Diese anspruchsvollen Aufgaben erfordert von den MitarbeiterInnen in Alters- und Pflegeheimen eine gute Vorbereitung sowie fachspezifische Fort- und Weiterbildung. In der Fortbildungsreihe „Pflege & Medizin im Alter“ vermitteln in Basel tätige ExpertInnen gemeinsam das notwendige aktuelle Know-How für die Pflege von AlterspatientInnen in komprimierter Form.

Die Themen stichwortartig: Stürze, Schmerz, Demenz, Ernährung, Delir, freiheitsbeschränkende Massnahmen, Dekubitus, Inkontinenz, Zusammenarbeit mit HausärztInnen.

  • Zeit und Ort: 9.1.2007 bis 27.3.2007 jeweils Dienstags 17.00-20.30 Uhr im Hörsaal der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK)

  • Anmeldung: Bis spätestens am 21. Dezember 2006 an Institut für Pflegewissenschaft, Universität Basel, „Pflege & Medizin im Alter“, Bernoullistrasse 28, 4056 Basel, Fax: 061 267 09 55. Anmeldeformulare finden Sie unter www.nursing.unibas.ch

  • Kursgebühren: Der gesamte Kurs kostet CHF 450 (10 Doppellektionen). Die einzelne Doppellektion kostet CHF 55.

  • Download PDF 305 KB: Programm und Details

lernundenter empfiehlt den Besuch dieser interdisziplinär angelegten Veranstaltungen.

Pflegefachpersonen sind online

pflegeticker


Maria Wipfli, Pflegefachfrau in Weiterbildung in Palliativpflege und Edwin Lindner, Fachpfleger für Anästhesie,- Intensiv- und Notfallmedizinmedizin, dipl. HR - Manager (IAP) und als Pflegedienstleiter in Andeer tätig, sind verantwortlich für die Inhalte von Pflegeticker. Nach Pflegereportage und neben pflege-blick.com, (diese Site unterhält er weiter gemeinsam mit Endres Helbig) hat Edwin Lindner einen neuen Schwerpunkt:

eine Seite, welche sich mit einer Sammlung von Arbeiten zu neuesten Erkenntnissen in der Krankenpflege beschäftigt, eine Rechercheseite, in welcher ich neueste Erkenntnisse zu Pflegethemen erhalte.


Vor einem Jahr war lernundenter zu Besuch bei Edwin Lindner und Endres Helbig, damals online mit ‹pflegereportage›. Diesen Sommer machten sie den Schritt zu ‹pflegeblick.com›. Ein paar Monate später ist ‹pflegeticker› online. lernundenter wünscht den Beiden viel Erfolg und genug Zeitressourcen für beide ‹Schienen›.

Dekubitusratgeber

Dekubitusratgeber


Seiten des IGAP Institut für Innovationen im Gesundheitswesen und angewandte Pflegeforschung.

Das Institut hat folgende Ziele

  • Einbringen neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse aus den Bereichen Pflegewissenschaft und Kinder-Reha in die pflegerische und therapeutische Praxis
  • Entwicklung neuer Versorgungs- und Therapiekonzepte mit Blick auf die Individualität der Patienten
  • Erhalt und Verbesserung der Leistungen in der Gesundheitsversorgung, Beratung und Information von Pflegeeinrichtungen, ambulanten Diensten, Kostenträgern, Fachhändlern und von Patienten und deren Angehörigen

Hände (Quelle: pixelquelle.de)



lernundenter: Der Dekubitusratgeber informiert umfassend, aktuell und fundiert (Quellen sind angegeben). Das Dossier kann linear (durch Pfeile geleitet) durchgearbeitet werden, oder die Themen können wunschweise in der Navigation angewählt werden.

Blogs von Pflegeprofis 3

Es geht weiter mit der Suche nach französischsprachigen und englischsprachigen Blogs von Pflegeprofis. Ich fand 1.110.000 Ergebnisse für ‹blogs infirmiere› und 5.980.000 für ‹nursing blogs›

Zusammenfassend meine Eindrücke. Sie sind keineswegs repräsentativ, eine Diskussion darüber würde mich sehr freuen:

  • Fachrichtung: In den USA habe ich spontan mehrere Blogs von Pflegenden gefunden, welche in Intensivstationen arbeiten.

  • Psychohygiene: Humor ist ein wichtiges Element (nicht nur in Intensivstationen).

  • Reflexion: Bei Lernenden scheint ein Blog in erster Linie Reflexionsinstrument zu sein. Student Nurses schreiben über ihre Erfahrungen, teilen sie mit anderen.

  • Pflegende / Mütter: Ich fand häufig eine Kombination Pflegende / Mütter von Babies, damit eine Verbindung zwischen Fachblog und privatem Tagebuch.

  • Abkürzungen: Abkürzungen von Fachausdrücken sind für Anderssprachige nicht immer nachvollziehbar. Ich musste oft nachsehen im Netz, fand jedoch auch einfach die passende Interpretation.

  • inhaltliche Qualität: ein breites Spektrum von Reflexion bis zu Fachbeiträgen mit weiterführenden Verlinkungen zum vertieften Lernen oder Blogs mit kleinen Quizzes.

  • Wer schreibt? Unter meinen Funden ist ein einziges Männerblog (Australien). Ich vermute, dass auch in den USA mehrheitlich Frauen den Pflegeberuf wählen. Immerhin ist die weibliche Medienkompetenz erfreulich :-)


Machen Sie sich selbst ein Bild. Zuerst finden Sie zwei Portale, anschliessend mehrere Nurses Blogs.


ein Blog, auf welches viele andere Blogs verweisen. Medioblogopathy bietet eine Riesenanzahl Nurses Blogs und Students Blogs, Links zu Bildung, Ausbildung. Blog des Monats Oktober ist R_n Four Your Life, Diary of a Nursing Student (amüsant, kurzweilig, nicht nur textlastig). Mediblogopathy ist eine empfehlenswerte Einstiegsseite zu Pflegeblogs.


Portal für Zeitschriften, Newsletters und Blogs für Pflegefachpersonen, ein guter Ausgangspunkt für alle Pflegethemen inklusive Geschichte der Pflege.


nurse + blog = pixelrn. Wenn sie Pflegesituationen beschreibt, verlinkt sie zu theoretischen Hintergründen. Sie ist gesundheitspolitisch interessiert und engagiert. Das Blog ist wohl textlastig, jedoch häufig in der direkten Rede geschrieben und mit Verlinkungen zu Hintergründen sehr interessant: menschlich und fachlich.


Weblog von Heather Keys mit ihren Reflexionen zu ihrer Ausbildung, stimmigen Beiträgen z.B. The Only Ones Who Can. Der letzte Beitrag ist leider vom 30.9.2006. Wünschenswert, sie schriebe weiter :-)


in ihrem Blog Emergiblog hat Kim, eine Pflegeperson mit vielen Jahren Berufserfahrung zu Blogs von Nurses recherchiert. Ihr Ziel ist Pflegende zu ermuntern, sich an der ‹Medizin/Pflege/Patienten/Blogosphäre› zu beteiligen. Hier finden Sie eine Auswahl aus ihrer Sicht. Empfehlenswert.


In diesem Blog werden Geschichten erzählt, Erfahrungen aus der Pflege geteilt. Jedermann kann einen Beitrag schreiben. Sehr gut ist, dass Abkürzungen, Fremdwörter und Fachausdrücke definiert und erklärt werden. Das Blog ist eher textlastig.



Blog einer Quereinsteigerin, jetzt überzeugte Studierende und Nurse. ein Blog mit Bildern und kürzeren Einträgen, interessant zu lesen. Gute Leads locken zum Lesen. Die Autorin schreibt für den Leser, die Leserin, stellt kritische Fragen und blendet die nötige Psychohygiene im Pflegeberuf nicht aus.


stellt vor allem Personen, Lehrende, StudentInnen vor. Eindruck: etwas trocken, langweilig, Inhaltlich bietet das Blog eher wenig.


Tatjana Mik bloggt schon seit 2002: ein Pflegefachblog mit Podcasts, vielen Links und aktuellen Beiträgen. Interessant sind Quizzes zu verschiedenen Themn aus ‹NCLEX Study questions›. Sie verlinkt Fachausdrücke direkt mit Wikipedia oder anderen weiterführenden Sites. Sie erzählt Geschichten und führt Interviews. Ich empfehle einen Besuch.


ED = Emergency Department = Intensivstation. Blog von Jan Miller, Pflegefachperson mit 20-jähriger Erfahrung aus Canberra, Australia. Aus about: impactednurse.com is dedicated to those very special people who work in the world of emergency medicine.
Anderswo gelesen: impactednurse.com is a site dedicated to the human side of emergency department nurses and provides a catalyst for discussion of topical issues affecting us all

Seine Absichten (übersetzt): ein Mix aus Reflexionen, Tutorials und Artikel. Sie sollen bilden, Introspektion anregen, informieren und amüsieren. Sie werden offeriert in der Hoffnung, Pflegefachpersonen zu inspirieren, über ihre Praxis nachzudenken, letzte Forschungsresultate und Praxisrichtlinien zu entdecken, um ihr Wissen zu vertiefen und ihre Pflegequalität zu verbessern.

Empfehlenswert sind Reflexionen reflective practice, Fachinformationen the nurses desk und nicht zu vergessen für Intensivstationen Humor, um Abstand zunehmen: the the funny bone. Auch der Autor nimmt sich selbst nicht zu ernst. Ausserdem ist dieses Blog gut gemacht (Teasers und weiterführende Information nach Bedarf, Bildmaterial. Dort gefunden: Free hugs (Film auf youtube).



deutschsprachige Blogs von Pflegeprofis 2

Fast vergessen:

ein ehemaliger Pflegeprofi schreibt ein wichtiges deutschsprachiges Bildungsblog

Ein sehr empfehlenswertes Blog von einem ehemaligen Pflegefachmann ist Lernpfade. Pit Meurers Blog ist meine wichtige Fundgrube für praxisbezogenes Lehren und Lernen mit neuen Medien und für immer neue Entdeckungen zum Ausprobieren und Verfolgen. Aus seinem About:

Ich habe eine Ausbildung zum Krankenpfleger gemacht und nach ein paar Arbeitsjahren Erziehungs-, Medien- und Informationswissenschaft studiert. Zweieinhalb Jahre arbeitete ich in Düsseldorf am Lehrstuhl für Informationswissenschaft als Wissenschaftlicher Mitarbeiter. Danach folgten Jahre an einer Schweizer Hochschule im E-Learning Bereich. E-Learning macht mir immer noch Spass und so nutze ich mein Blog, meine Erkundungen im Web zu protokollieren und interessierten Kolleginnen und Kollegen Anlässe zu geben, mir durch ihr Feedback Korrekturen, Anregungen und Kritik mitzuteilen.

lernundenter: Lernpfade schreibt nicht über Pflege direkt am Bett, jedoch über Bildung und den Einsatz von neuen Medien auch im Gesundheitswesen.
Lehrerinnen im Gesundheitswesen: unbedingt Feed abonnieren!

Blogs von Pflegeprofis

Nurse-Blogs, Blogs von Pflegefachpersonen, Krankenschwestern, infirmières

Ich habe mich bei Google auf die Suche gemacht nach Weblogs von Fachpersonen im Pflegebereich. Kurz zusammengefasst: ich bin begeistert von der Blogging-Aktivität amerikanischer Pflegenden. Das Spektrum reicht vom Tagebuch zu persönlicher Berufsreflexion bis zu eigentlichen Pflegefachblogs. Eine deutschsprachige Pflegeblogosphäre ist sozusagen nicht vorhanden. Doch: was nicht ist, kann (muss) noch werden!
Und: meine Recherche ist natürlich unvollständig. Ich freue mich über Funde von Ihnen.

Eine kleine Tour d'horizon und Mini-Auswahl in aufeinanderfolgenden Beiträgen. Beginnen wir mit deutschsprachigen Blogs:

Ergebnisse: 24 für "weblog pflegefachpersonen" und 41 für "weblog pflegefachfrau pflegefachmann"

4 Resultate stammten jeweils von lernundenter selbst :-). Ausser Stelleninseraten fand ich kein Blog.

Gefunden:

edithrina alias Rinaa schrieb zwei Beiträge über Pflegefachpersonen. Ob die Autorin Pflegefachperson ist, wird nicht ersichtlich. Sie war eine begeisterte Cyberhelvetia zu Zeiten der Expo 2002. Pflegeprofi ja oder nein: auf jeden Fall ein Blog für die Sinne, das Wohlsein, zum Nachdenken, farbig, vielseitig. Auf meiner Suche nach Blogs von Pflegefachpersonen lasse ich ihn nicht vorbeiziehen. Schauen Sie doch hinein in apropos.

Ergebnisse: 68'500 für "weblog krankenschwestern" und 186.000 Seiten für "blogs krankenschwestern"

Die Resultate bei der Recherche sind erschreckend. Ich fand Geschichten mit ‹sich verkleiden als Krankenschwester‹, ‹sexy Krankenschwester›, ‹Töpfe leeren› und ähnliches. Bestenfalls Kurznachrichten verschiedener Medien, in denen die Bezeichnung ‹Krankenschwester› noch in einem realistischen Bezug war. Spiegelt sich darin das Bild der ‹Krankenschwester› in den Medien (Volksmund, Bevölkerung)? Nach dieser Erfahrung: nochmals ein Plus für die neue Berufsbezeichnung in der Schweiz ‹Pflegefachfrau› und ‹Pflegefachmann›.

Auf den ersten Blick ein Blog ausschliesslich für Weiterbildungsteilnehmende oder für die Aquirierung von Interessierten. Unter Theorie gibt es Interessantes zu Anästhesie, Pharmakologie, Abschlussarbeiten und wichtige Bildungslinks.

drei Pfleger und ein Arzt aus Deutschland mit einem Blog zu Anästhesie, Intensivpflege. zwai hat ein Forum, in welchem zu den Beiträgen diskutiert werden kann. Aus der Site:
zwai hilft, mit aktuellen Meldungen, interessanten Fachartikeln und praxisnahen Informationen den Überblick auf der Intensivstation und in der Narkoseabteilung zu behalten. Im Forum lassen sich drängende Fragen beantworten und Meinungen unter KollegenInnen austauschen. Linklisten ebnen den Weg zu relevanten Seiten rund um unser Fachgebiet. Literatur-Tipps helfen, das Bücherregal nicht nur voll, sondern auch sinnvoll bestückt zu bekommen. Und zu allem Überfluss soll auch Spaß machen.

Freuen Sie sich auf den nächsten Beitrag: ich wurde bedeutend fündiger in den USA!

sowzi_blog - Soziologisches Wissen

sowzi_blog - Soziologisches Wissen

ein sehr interessantes, multimediales Blog zu soziologischem Wissen (jedoch nicht nur), sondern gemäss dem Autor:
Anregungen und Ideen, Töne und Bilder zu den Themen e-Learning und Web 2.0, aus Wissenschaft und Forschung aber auch aus Kunst und Kultur.

So gibt es auch Podcasts und Videos und sogenannte Kunstcasts

lernundenter: höchst interessant, abwechslungsreich und auch amüsant. Audios und Videos, Berichte in Form von Interviews, Präsentationen sind zum Teil kurz, so dass die Schwelle zum Schnellhinhören gering ist. Sehr empfehlenswert.